Vor einiger Zeit hat die japanische Regierung die strengen Ernährungsvorschriften des Landes gelockert. Seitdem können neue Lebensmittel deutlich einfacher registriert und vermarktet werden. Dies sorgte für einen Boom auf dem Markt für Diätprodukte. Zahlreiche Unternehmen, teilweise aus völlig anderen Branchen, versuchen seitdem mit fettfreien und kalorienarmen Produkten, Kunden zu gewinnen. Dazu gehört auch die Firma Omikenshi, die eigentlich in der Textilbranche aktiv ist. Sie hat nun Nudeln präsentiert, die aus Cellulose und der Konjak-Wurzel hergestellt werden. Die Vorteile dabei: Die Nudeln sind fett- und glutenfrei und enthalten nur extrem wenige Kalorien.


Die Mischung aus Cellulose und Konjak-Wurzel wird zu Mehl

Bisher produziert das Unternehmen vor allem Kunstseide. Der Markt dafür ist seit den 1960er Jahren allerdings um rund 90 Prozent eingebrochen. Die Firma braucht also dringend neue erfolgreiche Produkte im Portfolio. Deswegen haben Entwickler die aus der Kunstseidenproduktion bekannte Technik ein wenig abgewandelt. Sie stellen nun Cellulose her, vermischen diese in einem speziellen Verfahren mit der Konjak-Wurzel und erhalten anschließend ein ballaststoffreiches Mehl, aus dem Nudeln gemacht werden können. Die Konjak-Wurzel ist dabei sehr vitaminreich und gesund. Bisher allerdings wird sie aufgrund ihres bitteren Geschmacks nur vergleichsweise selten gegessen. Bei den Cellulose-Nudeln soll dies allerdings anders sein – hier wird der Geschmack abgemildert.


Zukünftig sollen 30 Tonnen jährlich hergestellt werden

Die Cellulose wiederum hat für Diätprodukte den Vorteil, dass sie vom Körper nicht verdaut werden kann. Sie füllt zwar den Magen und macht satt, gibt aber keine Nährstoffe ab. Im Prinzip funktionieren die Nudeln also wie viele bekannte Diätdrinks. Ob die japanischen Verbraucher die neue Art der Nudelproduktion annehmen werden, bleibt allerdings noch abzuwarten. Das Unternehmen Omikenshi jedenfalls ist sehr optimistisch. Die Firmenlenker investierten rund 7 Millionen Euro in eine neue Fabrik, in der später einmal jährlich 30 Tonnen Cellulose-Nudeln produziert werden sollen.

Via: Geek

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