Die Kirschblüte in Japan ist legendär wegen ihrer gewaltigen Pracht und Schönheit. Sie findet natürlich immer im Frühjahr statt, doch in diesem Jahr haben erstaunlich viele Bäume beschlossen, sich bereits im Oktober in ein rosafarbenes Blütenkleid zu hüllen. Was geht da vor sich?


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Die Kirschbäume sind ein halbes Jahr zu früh dran

Mehr als 300 Sichtungen von blühenden japanischen Kirschbäumen wurden bislang gemeldet, und vielleicht werden es sogar noch mehr. Die Pflanzen sind genau ein halbes Jahr zu früh dran, doch das stört sie aktuell noch nicht. Sie kennen nur Signale wie Licht und Wärme und schauen sich niemals die Wetternachrichten oder den Jahreskalender an, um ihre Entscheidungen zu treffen. Und aktuell fühlt es sich auch in Japan kuschelig warm an, ganz genau so als wäre es bereits Frühling!

Ein Taifun hat in diesem Jahr viele Bäume entlaubt

Normalerweise schütten die Blätter ein Hormon aus, das die Knospen davon abhält, vorzeitig aufzuspringen. Aber in diesem Jahr gab es einen Taifun, der zahlreiche Bäume entlaubt hat, und so sind die Botenstoffe wohl ausgeblieben. Dieses Phänomen gesellt sich zu der angenehm frühlingshaften Sonnenwärme hinzu und bewirkt, dass viele Japaner sich aktuell ganz kräftig über den unerwarteten Frühlings-Look wundern. Hiroyuki Wada, ein Baumdoktor von der Flower Association of Japan, erklärt dazu, dass es schon in anderen Jahren herbstlich blühende Kirschbäume in seinem Land gegeben hat, doch nicht im selben großen Umfang wie 2018.


Grund zur Beunruhigung besteht vorerst nicht

Leider werden diejenigen Knospen, die sich schon dieses Jahr geöffnet haben, im Frühling keine zweite Chance erhalten. Und Kirschen werden sie wohl auch nicht hervorbringen, denn jetzt steht erst noch der Winter ins Haus. Grund zur Beunruhigung scheint es deshalb aber nicht zu geben, denn es sind noch Millionen Bäume übrig, die bereits in die Winterruhe gehen und sich ihre Knospen für nächstes Jahr aufheben.

Quelle: bbc.com

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