Kaffeetrinken könnte nicht nur die DNA vor Schäden schützen, sondern senkt neusten Studien zufolge auch das Risiko an Multipler Sklerose zu erkranken. Wissenschaftler beziffern den Faktor der Risiko-Senkung um das Anderthalbfache. Um den Effekt erzielen zu können, werden mindestens vier Tassen Kaffee am Tag empfohlen.


Foto: Perfect appucino at Sump Coffee , Brandon Shea, Flickr, CC-BY 2.0

Koffein hat eine schützende Wirkung auf das Gehirn

Das bei Vielen beliebte Heißgetränk Kaffee diente in der letzten Zeit auch bei einigen Forschungen als Analyse-Grundlage. Kaffee hilft unter anderem Diabetes und mehrere Arten von Krebs vorzubeugen. Im Rahmen des 67. Jahrestreffen der American Academy of Neurology in Washington, berichtete die US-amerikanische Forscherin Ellen Mowry von den neusten Studienergebnissen im Hinblick auf Präventivmaßnahmen für die neurodegenerativen Erkrankung Multipler Sklerose. Ermittelte Daten aus Schweden und den USA zeigten, dass der Konsum von vier Tassen Kaffee pro Tag das Risiko an MS zu erkranken um das Anderthalbfache senkt. „Der Konsum von Koffein wurde mit einem verringerten Risiko für Alzheimer und für Parkinson in Verbindung gebracht [..] „Unsere Studie zeigt, dass Kaffeegenuss ebenfalls gegen Multiple Sklerose schützt, was die Annahme stützt, dass der Wirkstoff eine schützende Wirkung auf das Gehirn haben könnte.“, erklärt Mowry.


An der umfangreichen Schweden-Studie nahmen 1.629 Multipler Sklerose-Patienten und 2.807 gesunden Vergleichspersonen teil. Die Zahlen bei der US-Studie waren ähnlich und verhielten sich 1.159 zu 1.172. Im Mittelpunkt stand unter anderem eine Befragung nach dem täglichen Kaffee-Konsum. Die zeitliche Einordnung sollte im Jahr der Erkrankung beziehungsweise einige Jahre vor dem Auftreten erster Symptome stattfinden. Die Gruppe mit den gesunden Probanden sollte Angaben zu ähnlichen Zeitspannen machen. Zu den Angaben wurden noch weitere Faktoren wie das Alter, das Geschlecht, das Gewicht sowie Rauchgewohnheiten berücksichtigt.

Insgesamt konnten zwischen den beiden, unabhängig voneinander unternommenen, Studien Gemeinsamkeiten im Hinblick auf die Verringerung des Risikos an MS zu erkranken, durch täglichen Kaffeekonsum, festgestellt werden. Im weiteren Verlauf der Untersuchungen schlug Mowry vor auch die Auswirkungen von Kaffee während der Erkrankungen näher zu erforschen. Denkbar sei, dass Koffein unter anderem plötzlich auftretende Schübe kontrollierbarer macht. Vielleicht wirkt sich auch eine längerfristige Behandlung mit Kaffee lindernd auf die massiven Einschränkungen aus, die MS in späteren Stadien mit sich bringt.

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