Die Kinder an der St Mary’s Catholic School in London müssen aktuell mit einigen ungewollten Einschränkungen leben. Denn ihre Rektorin hat alarmierende Zahlen über die Luftverschmutzung in der Umgebung und die dadurch entstehende Gefahr für die Gesundheit der Schüler vorgelegt bekommen. Die Folge: Die Zeit, in der die Kinder draußen spielen dürfen, wurde auf ein Minimum beschränkt. Dies kann aber natürlich nur eine vorübergehende Notmaßnahme sein. Denn eigentlich sollen gerade kleine Kinder ja so viel wie möglich unter freiem Himmel spielen und sich austoben. Ein Elternteil hat daher nun die Initiative ergriffen und eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen. Das Ziel: Mit dem Geld sollen die Wände der Schule begrünt werden, um so die Luft in der Umgebung zu reinigen.


© Chiswick Oasis on Spacehive

Zweidrittel des benötigten Geldes wurde bereits gespendet

Außerdem sollen spezielle Filter für die Luft in den Klassenräumen angeschafft werden. Der Bürgermeister von London unterstützt das Projekt ebenfalls und hat immerhin 32.000 britische Pfund in Aussicht gestellt, sofern es den Eltern gelingt, den Rest des benötigten Geldes aufzutreiben. Aktuell sieht es in diesem Punkt nicht schlecht aus: Von den insgesamt benötigten 75.000 Pfund konnten bereits mehr als Zweidrittel eingesammelt werden. Ganz neu ist der Ansatz mit den begrünten Wänden aber nicht. Schon in der Vergangenheit hatten einige Schulen in diese Form der Luftreinigung investiert. Bisher liegen allerdings noch keine gesicherten Daten vor, inwieweit diese Maßnahmen tatsächlich zur Reduzierung des gesundheitlichen Risikos für die Kinder beitragen. In jedem Fall gilt aber natürlich: Für die Kinder sind Wände, die von Pflanzen bedeckt werden, deutlich schöner als nackter Beton.

Auch andere Städte setzen auf grüne Wände

Kritiker verweisen allerdings darauf, dass hier nur die Symptome des Problems bekämpft werden. Viel wichtiger ist es demnach, generelle Maßnahmen gegen die hohe Luftverschmutzung zu unternehmen – etwa durch Fahrverbote in der Umgebung von Schulen. Dies kann aber natürlich keine Schulgemeinschaft im Alleingang leisten. Hier sind der Bürgermeister und die britische Regierung gefragt. Generell hat sich in den letzten Jahren aber ein Trend hin zu mehr Pflanzen an Gebäuden etabliert. So fördert die Stadtverwaltung von Paris entsprechende Projekte, der Architekt Stefano Boeri plant ganze Hochhäuser in diesem Stil und in China soll sogar eine ganze „Forest City“ entstehen. Gerade im Reich der Mitte zeigt sich aber auch: Viel effektiver als die Begrünung der Städte ist es, schlicht keine Kohle mehr zur Stromerzeugung zu verbrennen.


Via: Sky News

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