Das sogenannte Gelbfieber wird ähnlich wie das Zika-Virus oder das Dengue-Fieber durch Moskitos übertragen. Es ist aber deutlich gefährlicher als die beiden artverwandten Erkrankungen: Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge erkranken jährlich etwa 200.000 Menschen an Gelbfieber – wovon rund 30.000 sterben. Glücklicherweise gibt es allerdings bereits seit den 1930er Jahren einen wirksamen Impfstoff gegen die Krankheit. Genau dieser droht nun aber vorübergehend knapp zu werden. Ein Expertengremium der WHO hat daher nun die Möglichkeit gebilligt, die Impfdosen zu reduzieren. Bisher reicht eine einzige volle Impfdosis aus, um lebenslang gegen Gelbfieber geschützt zu sein. Der Plan der WHO sieht nun vor, die Dosis auf ein Fünftel zu reduzieren.


Die ägyptische Tigermücke kann das Dengue-Fieber übertragen.
Die ägyptische Tigermücke kann das Gelbfieber übertragen.

Das Gelbfieber tritt aktuell unter anderem im Kongo auf

Der Impfschutz wäre dann genauso effektiv wie bei einer vollen Dosis – müsste aber nach rund einem Jahr wieder aufgefrischt werden. Die Weltgesundheitsorganisation hofft dabei, dass bis dahin die Lagerbestände des Impfstoffes wieder ausreichend aufgefüllt sein werden. Bisher wurde das Konzept allerdings nur in der Theorie gebilligt, in der Praxis wird es noch nicht umgesetzt – was sich aber bei einer weiteren Verknappung innerhalb weniger Tage ändern könnte. Eine Ausnahme gäbe es aber auch dann: Kinder unter zwei Jahren bekämen auch weitehrin die volle Dosis des Impfstoffes. Besondere Sorge bereitet den Experten ein möglicher Ausbruch des Gelbfiebers in der Millionenmetropole Kinshasa.

Bei Reisen in Risikogebiete wird eine Impfung dringend empfohlen

Ursprünglich war die Krankheit dabei im benachbarten Angola ausgebrochen, inzwischen hat sie aber auch auf die Demokratische Republik Kongo übergegriffen. Außerdem tritt das Gelbfieber momentan in Äthiopien, Uganda, Peru und weiteren Ländern auf. Die WHO hat daher dort entsprechende Impfkampagnen gestartet. Aktuell reichen die Vorräte des Impfstoffs dabei noch aus – bei weiteren Ausbrüchen müsste aber wohl die Impfdosis reduziert werden. Davon wären dann vermutlich auch deutsche Touristen betroffen. Denn bei Reisen in Risikogebiete wird dringend eine entsprechende Impfung empfohlen und einige asiatische Länder schreiben diese sogar verpflichtend vor.


Via: Digitaljournal

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