Eine Studie des französischen Senats kam im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis, dass die Folgen der Luftverschmutzung den französischen Staat jährlich rund einhundert Milliarden Euro kosten. Besonders stark betroffen ist davon die Hauptstadt Paris. Bereits vor einiger Zeit wurde daher die Kampagne „Paris Respire“ gestartet, die für saubere Luft sorgen soll. Eine der ersten Maßnahmen war dabei die Einführung eines einmal pro Monat stattfindenden autofreien Sonntags in Teilen der Stadt. An diesen Tagen gehört dann beispielsweise der Champs-Elysees alleine den Fußgängern und Radfahrern – was nachweislich zur Reduzierung der Schadstoffbelastung in der Stadt führte. So liegt die Konzentration an Stickoxiden auf dem Boulevard an diesen Tagen rund 30 Prozent niedriger als gewöhnlich.


Eifelturm
Foto: Eiffelturm Paris; CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Zukünftig droht ein Bußgeld in Höhe von 35 Euro

Nun gibt es erstmals auch Fahrverbote unter der Woche: Seit dem 01. Juli dürfen wochentags zwischen acht Uhr Morgens und acht Uhr Abends keine Autos mehr auf den Straßen unterwegs sein, die vor dem 01. Januar 1999 registriert wurden. In den ersten drei Monaten werden die Autofahrer bei Verstößen allerdings nur verwarnt – anschließend droht ein Bußgeld von 35 Euro. In den nächsten Jahren wird sich die Grenze dann kontinuierlich nach hinten verschieben: So werden ab dem Jahr 2020 keine Autos mehr erlaubt sein, die vor 2011 registriert wurden. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Oldtimer fallen nicht unter die neue Regelung.

Der Umstieg auf Alternativen wird finanziell bezuschusst

Die Stadt hat zudem Finanzmittel bereit gestellt, um Besitzern von alten Autos den Umstieg auf umweltfreundlichere Alternativen zu erleichtern. So erhalten diese beispielsweise Rabatt, wenn sie das Car Sharing der Stadt nutzen und können kostenlos Fahrräder leihen. Auch der Kauf von Elektrofahrrädern wird von der Stadt bezuschusst, wenn dadurch ein altes Auto nicht mehr genutzt wird. Dennoch stehen die Maßnahmen der „Paris Respire“-Kampagne bei einigen Verbraucherschutzgruppen in der Kritik. So hat die Gruppe „40 Millions d’automobilistes“ Klage gegen die Stadt Paris eingereicht, weil die betroffenen Autos durch das Fahrverbot natürlich an Wert verloren haben – bisher steht die Entscheidung der Richter aber noch aus.


Via: Business Green

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.