Jahrzehntelang hat die Menschheit Einwegartikel aus Plastik verwendet, ohne sich groß um die Auswirkungen auf die Umwelt zu scheren. Glücklicherweise ändert sich das gerade. Dass es durchaus möglich ist, auch auf lange verwendete Einwegartikel zu verzichten, zeigt etwa das Beispiel von Kenia. Aber auch Großbritannien scheint die Zeichen der Zeit begriffen zu haben und per Gesetz gegen Plastikmüll vorgehen zu wollen.


Verbot soll Abfälle mindern

Als erstes scheint die Regierung von London sich Plastik-Strohhalmen und Wattestäbchen zuwenden zu wollen. Ihre Herstellung und ihr Verkauf soll laut Umweltminister Micheal Gove bereits ab 2019 verboten werden. Ausnahmen sind für den medizinischen Bereich geplant. In Großbritannien werden pro Jahr 8,5 Milliarden Plastik-Strohhalme weggeworfen.


Nur wenn die Regierung, die Wirtschaft und die Öffentlichkeit zusammen arbeiten, haben wir eine Chance, unsere Umwelt für die nächste Generation zu schützen„, so Gove.

Großbritannien geht auf vielen Fronten gegen Plastikmüll vor

Das Gesetz soll aber nur ein weiterer Schritt in einer großen Kampagne der britischen Regierung gegen Einwegprodukte sein. Der Anfang wurde mit einem Verbot von Mikropartikeln aus Plastik gemacht. Außerdem müssen Kunden in großen britischen Supermärkten seit 2015 fünf Pence für jede Plastiktüte bezahlen. Als Resultat ging die Nutzung von Plastiktüten nach Informationen von „The Guardian“ um neun Milliarden Stück zurück. Außerdem soll zeitnah ein Pfandsystem eingeführt werden.

Im Rahmen des Commonwealth-Treffens forderte die britische Premierministerin, Theresa May, die anderen Staatsoberhäupter dazu auf, sich den Bemühungen ihrer Regierung anzuschließen.

Schottland ist dabei schon etwas weiter. Im Januar 2019 wird dort die Herstellung von plastikhaltigen Wattestäbchen komplett verboten werden.

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1 Kommentar

  1. derKritiker

    4. Mai 2018 at 15:36

    Mir gehen diese ganzen Verbote total auf den Arsch – um es mal klar zu sagen.
    Fährt irgendjemand von uns ans Meer (welches auch immer) und schmeisst da Plastikmüll hinein ?!?!?
    Sicher selten bis gar nicht.
    Verklappen wir Öl und Reinigen unsere „Tanks“ auf den Weltmeeren ???

    NEIN, NEIN und nochmals NEIN.
    Das machen die Konzerne und andere Verbrecher und entsorgen dort alles mögliche. Egal ob Chinesen, Inder, Amerikaner, Japaner oder welches aus der EU.
    Sowas kann überwacht werden (machen Staaten doch neuerdings gerne), auch per Drohnen oder Satellit.
    Und wenn man so ein Schiff, dass dort entmüllt oder von irgendwelchen Inseln dort einfach das Plastikzeug entsorgt, muss bestraft werden .. und zwar RICHTIG !!!!!
    Das muss Millionen kosten ….

    Einfach immer auf den Verbraucher alles abwälzen, weil man sich mit den Firmen nicht anlegen will, ist ja immer einfacher. Klar ist Vermeidung ein gut gemeinter Schritt, aber in dem Fall, sollte man ruhig mal „hinten“ anfangen.

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