Kalifornien leidet unter einer lang anhaltenden Dürre. Die Wasservorräte des Landes sinken beständig und sollen momentan nur noch für ein knappes Jahr ausreichen. Verzweifelt versuchen die Behörden daher den Wasserverbrauch des Landes verringern. Gouverneur Jerry Brown probierte es dabei zunächst im Guten. Im Januar 2014 rief er den Notstand aus und bat die Einwohner des Bundesstaates, den Wasserverbrauch im Durchschnitt um ein Fünftel zu senken. Dieser Aufruf wurde allerdings offensichtlich nicht von jedem in ausreichendem Maße befolgt. Lediglich im Dezember wurden die angestrebten Einsparungen erreicht.


Wasser
Wasser / Foto: Roger McLassus CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Bisher kam es nur zu vereinzelten Strafen

Insgesamt betrachtet sank der Wasserverbrauch der Privathaushalte allerdings lediglich um elf Prozent. Zu wenig, befanden die zuständigen Experten und fordern nun die konsequente Bestrafung von Verbrauchern mit unnötigem Wasserverbrauch. Theoretisch besteht diese Möglichkeit auch bisher schon. Es wurde allerdings nur sehr vereinzelt davon Gebrauch gemacht. So wurden in einem Gebiet in Los Angeles mit 4,5 Millionen Einwohnern lediglich zwei Geldstrafen in Höhe von 200 Dollar verhängt. Auch Häuser mit makellosem – und daher offensichtlich gewässertem – Rasen mussten bisher keine Konsequenzen fürchten.

Trittbrettfahrer werden zum Problem

Dies könnte sich allerdings nun ändern. Das „Water Resources Control Board“ des Bundesstaates trifft sich in dieser Woche und plant die Strafen für Wasserverschwendung nicht nur zu erhöhen, sondern auch Maßnahmen zu treffen, damit diese auch tatsächlich verhängt werden. Dies ist wichtig, weil es sich um ein kollektives Gut handelt. Auch Einwohner die selbst kein Wasser sparen, profitieren dabei von den Sparbemühungen der anderen. Wird dieses Trittbrettfahrertum nicht bestraft, sinkt auch die Bereitschaft der restlichen Bevölkerung zum Wassersparen.


Parallel zu den Sparanstrengungen plant der Bundesstaat zudem einige alte Meerentsalzungsanlagen wieder in Betrieb zu nehmen. Diese verbrauchen zwar jede Menge Energie, könnten aber ebenfalls einen Teil dazu beitragen, die Wasserknappheit zu lindern.

Quelle: Time

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping
Tags

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.