Die russische Firma ist weltweit vor allem für ein Produkt bekannt: Das Sturmgewehr AK47. Tatsächlich ist das Unternehmen aber noch in einer Vielzahl anderer Branchen aktiv und verkauft unter anderem Mode und Regenschirme. Außerdem wurde vor einiger Zeit ein Hoverbike mit 16 Rotoren präsentiert. Nun plant Kalaschnikow offensichtlich den Einstieg in die Produktion von Elektroautos. Auf der Messe „Armee 2018“ wurde jedenfalls ein Auto präsentiert, das optisch an das Sowjet-Fahrzeug Isch 2125 Kombi aus den 1970er Jahren angelehnt ist – gleichzeitig aber durch einen modernen Elektromotor angetrieben wird. Der Konzern selbst spricht von einem „elektrischen Superauto“ und kündigte an, fortan etablierten Herstellern wie Tesla Konkurrenz machen zu wollen. Bisher allerdings sind nur wenige Details zu dem neuen Fahrzeug bekannt.


Entwickelt wurde das Elektroauto für den osteuropäischen Markt

Um genau zu sein: Bisher wurde überhaupt erst ein Fakt bestätigt. Demnach verfügt das CV-1 getaufte Elektroauto über eine Reichweite von 350 Kilometern. Dies ist im internationalen Vergleich jetzt nicht übermäßig schlecht, aber auch kein Wert, der die Bezeichnung „Superauto“ rechtfertigt. Zum Vergleich: Der neue Tesla Model 3 kommt je nach Ausstattung und Variation auf einen Wert zwischen 354 und 498 Kilometern. Abgesehen davon ließen sich die Manager des Konzerns aber noch keine Angaben entlocken. So ist bisher weder bekannt, wann das Fahrzeug auf den Markt kommen soll, noch wie viel es kosten wird. Als sicher kann allerdings gelten, dass zunächst der russische und osteuropäische Markt bedient werden wird. Hier könnte tatsächlich eine Nachfrage existieren. Denn Tesla-Kunden in Russland müssen mehrere Monate auf ihr Fahrzeug warten und mit einem Aufschlag von 60 Prozent für Zoll, Gebühren und Genehmigungen rechnen.


Der Autobauer Ischmasch ist Teil des Kalaschnikow-Konzerns

Es ist daher zu erwarten, dass Kalaschnikow als einheimischer Hersteller den Kostenvorteil auf seiner Seite haben wird. Parallel zu dem Auto im Retro-Look wurde zudem auch ein Elektro-Motorrad namens UM-1 präsentiert. Hier sind zumindest zwei Eckdaten bekannt: Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 100 Stundenkilometern und die Reichweite bei 150 Kilometern. Beide Fahrzeuge – Auto und Motorrad – dürften mithilfe der Expertise des Waffen- und Autobauers Ischmasch entwickelt worden sein, der seit dem Jahr 2013 Teil des Kalaschnikow-Imperiums ist. Abgesehen davon beschränkt sich die Erfahrung der Firma beim Bau von Fahrzeugen auf einen sehr speziellen Typ: Panzer gehören seit Jahren zu den erfolgreicheren Produkten des Konzerns. Es handelt sich aber nicht mehr um einen Staatskonzern: Der russische Staat besitzt mittlerweile nur noch eine Sperrminorität von 25 % und einer Aktie.

Via: Deutsche Welle

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