Der Princess Louisa Inlet ist ein beinahe naturbelassener Fjord an der Westküste Kanadas. Die nächste Straße ist rund 50 Kilometer entfernt, sodass man das Gebiet am einfachsten per Boot erreicht. Zuletzt war diese Idylle allerdings in Gefahr. Denn rund 800 Hektar Land dort standen zum Verkauf. Interesse zeigten vor allem Unternehmen aus der Holzindustrie. Dies aber hätte einen massiven Eingriff in die Natur zur Folge gehabt. Denn es würden ja nicht nur einfach Bäume gefällt, sondern es müsste auch die Infrastruktur zum Abtransport geschaffen werden. Von dem heute fast unberührten Fjord wäre dann nicht mehr viel übrig geblieben. Viele entsetzte Bürger wandten sich daher an die „BC Parks Foundation“, die daraufhin mit dem privaten Landbesitzer einen Verkaufspreis aushandelte.


Bild: Ben Walker ben@lunar.ca [CC BY-SA 2.5 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)]

Die Zielmarke wurde kurz vor dem Ende der Deadline erreicht

Allerdings standen der Stiftung bei weitem nicht genug finanzielle Mittel zur Verfügung, um den Kauf alleine zu stemmen. Deswegen wurde eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen, um drei Millionen Dollar einzusammeln. Ohne dieses Geld hätte der Verkauf nicht stattfinden können und das Gebiet wäre wohl an eine der interessierten Holz-Firmen gegangen. Doch zahlreiche Kleinspender trieben die Spendensumme immer weiter in die Höhe, bis wenige Momente vor Ablauf der Frist Ende August schließlich die Zielmarke erreicht wurde. Den Angaben der Stiftung zufolge waren dabei vor allem zwei Dinge erstaunlich: Zum einen spendeten keineswegs nur Kanadier. Vielmehr kamen Spender beispielsweise auch aus Japan und Deutschland. Zum anderen wurde ein Großteil des Geldes durch eher kleine Spenden in Höhe von zehn oder fünfzehn Dollar aufgebracht.

Das Ziel ist ein 9.000 Hekter großer Naturpark

Dies zeigt, dass es sich nicht um eine Aktion von einigen wenigen reichen Bürgern handelt. Vielmehr haben sich viele normale Leute mit kleinen Summen zusammengetan und konnten so etwas sehr Wertvolles erreichen. Die „BC Parks Foundation“ hat mit dem gekauften Land nun große Pläne. Denn rundherum gibt es noch weitere Flächen, die entweder dem Staat gehören oder schon unter Naturschutz gestellt wurden. Dieses Gebiet soll nun zu einem rund 9.000 Hektar großem Naturpark zusammengefasst werden. Aktuell befindet sich die Stiftung daher in Gesprächen mit der Provinzregierung und den dort lebenden Sechelt-Indianern, um zu klären, wie sich diese Idee realisieren lassen könnte. Eins steht aber auf jeden Fall schon einmal fest: Zur Holzgewinnung wird der Princess Louisa Inlet zukünftig auf jeden Fall nicht genutzt.


Via: Treehugger

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