Eine simple Pizza zuzubereiten, stellt für uns Menschen kein Problem dar. Doch in der Robotertechnik ist ein kompliziertes Lokalisations- und Bewegungssystem vonnöten, damit jeder Handgriff wirklich sitzt: Ein Roboterexperte erklärt sein neues Projekt.


Mobile Plattform mit Armen und Sensor-Kopf

Bruno Siciliano aus dem PRISMA Lab der Universität von Neapel stellt im Video den RoDyMan (Robot Dynamik Manipulation) vor, einen Roboter, der weitgehend selbständig Pizza zubereiten soll. Die dynamische Objektmanipulation steht dabei im Mittelpunkt der Forschung, denn sobald Roboter diese beherrschen, sind sie für viele weitere Zwecke zu gebrauchen. Um aus einzelnen Zutaten tatsächlich eine Pizza herzustellen, muss der Roboter verschiedene Objekte in der Bewegung lokalisieren und identifizieren sowie gezielt danach greifen und sie nutzen können. Der RoDyMan stellt eine mobile Plattform dar, die einen Torso, zwei leichtgewichtige Arme und einen mit Sensoren ausgestatteten Kopf besitzt. Er soll komplexe Objektmanipulationen beherrschen, wie sie im täglichen menschlichen Leben ständig vorkommen. Die einzelnen Aufgaben werden im Beisein von Menschen erledigt, so entsteht eine Kooperationsgemeinschaft zwischen Mensch und Maschine.


Bruno Siciliano erklärt das RoDyMan Projekt im Video

Endgültige Präsentation des RoDyMan im Mai 2018

Die Pizzazubereitung durch ein technisches »Wesen« stellt also nur ein erstes konkretes Ziel der italienischen Wissenschaftler dar. Dass es sich ausgerechnet um eine Pizza handelt, ist in Neapel natürlich naheliegend – bei französischen Wissenschaftlern wäre es wohl ein belegtes Baguette gewesen. Die fertige Anwendung soll im Mai 2018 der Öffentlichkeit präsentiert werden, im Video erfahren wir von Bruno Sicialano, warum genau dieses Datum gewählt wurde. Siciliano ist Professor der Universität von Neapel im Bereich Robotertechnik und Direktor des PRISMA Labs, das zur Abteilung Eletrical Engineering and Information Technology gehört. Er ist als Co-Autor an der Entstehung von 11 wissenschaftlichen Büchern, 70 Journalen und 200 Konferenzpapieren beteiligt gewesen. Sein Buch »Robotics: Modelling, Planning and Control« hat weltweiten Bekanntheitsgrad erreicht.

Quelle: robohub.org

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1 Kommentar

  1. David Kummer

    15. November 2015 at 16:37

    Ah, sehr schön. Damit wird der Grundstein für den 3. Weltkrieg oder ein bedingungsloses Grundeinkommen gelegt.
    Ich hoffe auf letzteres, auch wenn ich eher ersteres annehme. Den für letzteres müste unsere Gesellschafft einen gehöhrigen Wandel aushalten, und das wollen ja 99% nicht.

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