Die verheerenden Feuer in Australien sind noch nicht gestoppt, die Rettungsaktionen für Wildtiere laufen auf Hochtouren. Bilder verletzter Koalas gingen im Internet um die Welt und lösten Entsetzen aus. Nun haben sich drei baden-württembergische Zoos eingeschaltet und möchten auf ihre Art helfen: mit eigenen Geldern aus ihren Artenschutzprogrammen und gesammelten Spenden.


Von <a href="//commons.wikimedia.org/wiki/User:Benjamint444" title="User:Benjamint444">Benjamint444</a> - <span class="int-own-work" lang="de">Eigenes Werk</span>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" title="Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0">CC BY-SA 3.0</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8965945">Link</a>
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Zoo Stuttgart spendet 50.000 Euro – und sammelt weiteres Geld

Schätzungen besagen, dass bereits 1 Milliarde Tiere bei den australischen Buschbränden verendet sind. Dazu gehören nicht nur Säugetiere, sondern auch Vögel und Reptilien. Die Australier sammeln so gut es geht verwundete Tiere ein, um sie zu behandeln und später wieder auszuwildern: Das ist ein harter Job, der zudem irgendwie finanziert werden muss. Der Zoo Stuttgart möchte aus seinem Artenschutzbudget jetzt 50.000 Euro überweisen, damit noch mehr Wildtiere gerettet werden können, der Zoo Heidelberg schießt 2.000 Euro bei. Aus Karlsruhe sind 5.000 Euro angekündigt, und jeder der genannten Zoos möchte seinen Betrag noch mit Spendengeldern aufstocken. Empfänger ist der Wildlife Conservation Fund, der unter der Schirmherrschaft des australischen Zooverbandes steht. Die genannten Summen sollen nur eine Ersthilfe sein, das Thema wird die Baden-Württemberger Tierfreunde nicht so schnell verlassen. Schließlich ist in Australien auch nicht innerhalb der nächsten Wochen alles wieder in Ordnung.

Das Drei-Phasen-Modell für verwundete Wildtiere

In Australien läuft derzeit ein sogenanntes Drei-Phasenmodell: Die Mitarbeiter sammeln die verwundeten Tiere ein und bringen sie in die entsprechenden Auffangstationen. Dort werden die Opfer rundum versorgt und hoffentlich wieder aufgepäppelt. Im Anschluss geht es darum, die neuen Lebensräume für die frisch Genesenen ausfindig zu machen und dann folgt die Entlassung in die Wildnis. Dieser Prozess wird sich über einige Jahre hinziehen und eine gewaltige finanzielle sowie menschliche Anstrengung fordern. Darum gilt es auch in hier Deutschland, langfristig am Ball zu bleiben. Die Stuttgarter Wilhelma hat übrigens einen Artenschutz-Euro in ihren Ticketpreis integriert, der auch dafür genutzt wird, die Nashörner von Sumatra zu retten oder den Regenwaldschutz voran zu treiben.


Quelle: tagblatt.de

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