Vor vier Jahren fasste Anna Menke einen festen Entschluss: Sie wollte möglichst nichts Neues mehr kaufen und echten Minimalismus leben. Alte Sachen bei einem Defekt wegwerfen? Nicht mit ihr! Plastikverpackte Lebensmittel aus dem Supermarkt herankarren? Nein, danke! Die junge Frau, heute 28 Jahre alt, blieb bis heute konsequent und berichtet über ihre Erfahrungen auf ihrem Blog.


Symbolfoto

Abgekoppelt vom modernen Konsumverhalten

Die Oldenburgerin fand keinen Sinn mehr im modernen Konsumverhalten. Sie wollte sich von diesem Trend abkoppeln, der Umwelt zuliebe, aber auch, um ihr eigenes Leben zu erleichtern. Schließlich müssen Menschen, die weniger besitzen, auch nicht so viel auf- und wegräumen – und bei einem Umzug rückt nicht mehr der große Lastwagen an, der bis an den Rand vollgestopft wird. Seit vier Jahren kauft Anna mittlerweile so gut wie nichts Neues mehr, ihre Kleidung bezieht sie aus dem Second-Hand-Shop. Wenn ihr ein Teil nicht mehr gefällt und es ist noch gut in Schuss, gibt sie es weiter. Neuen Ressourcen müssen für diesen Lebensstil nicht mehr angezapft werden, die Sachen befinden sich schließlich bereits im Umlauf.

Elektrische Geräte bringt sie zum Repair-Café

Durch den Kauf gebrauchter Dinge spart sie genügend Geld, um ihre Lebensmittel auf dem etwas teureren Wochenmarkt kaufen zu können. Dort rückt Anna natürlich mit Stoffbeutel und Tasche an, Einwegtüten und Wegwerfbecher sind nichts mehr für sie. Wenn einmal ein elektrisches Gerät ausfällt, sucht die Bloggerin das Repair-Café auf, auch für Dinge, die jeder andere sofort im Abfall entsorgen würde. Wenn es gilt, zwischen Mehrweg und Einweg zu wählen, gewinnt bei ihr natürlich immer die Mehrwegvariante. Statt Zellophanfolie benutzt sie Wachtücher, um Lebensmittel frisch zu halten. Ihr Wasser zum Trinken bezieht Anna aus dem Wasserhahn, das Sprudelwasser bleibt im Supermarkt. Sogar ihr eigenes Deo stellt die junge Frau her, denn auf einen frischen Duft möchte sie nicht verzichten.


Anna Menke im Interview

Um das neue, konsumfreie Leben zu bewerkstelligen, musste Anna Menke im Vorfeld viel recherchieren, denn nicht für alles gibt es eine Instant-Lösung. Auch kommt es ihr sicher zugute, überhaupt Second-Hand-Läden und ein Repair-Café in der Nähe zu haben. Inzwischen ist ihr sehr bewusst geworden, dass ihr neues Leben nicht wirklich Verzicht bedeutet, sondern vielmehr neu gewonnene Freiheit.

Quelle: ndr.de, kauflosgluecklich.blogspot.com

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