Die Bedeutung von Bargeld nimmt in vielen Gesellschaften immer weiter ab. Dies bring für eine ganze Reihe von Berufsgruppen Probleme mit sich. So etwa auch für die Straßenmusiker, die immer darauf setzen, dass die Zuhörer noch einige Münzen in der Tasche haben. Ein Projekt in London soll nun aber dafür sorgen, dass die Entlohnung zukünftig auch kontaktlos mit der Kreditkarte oder per Smartphone durchgeführt werden kann. Möglich wird dies durch das Engagement des Bürgermeisters Sadiq Khan. Dieser hat die Initiative „Busk in London“ gegründet und nun eine Kooperation mit dem schwedischen Zahlungsdienstleister iZettle in die Wege geleitet. Das Unternehmen machte zuletzt Schlagzeilen, weil es von PayPal für viel Geld übernommen wurde.


Die Straßenmusiker können so mehr Einnahmen verbuchen

Die Straßenmusiker in London erhalten nun ein Auslesemodul von iZettle, das auf einen bestimmten Betrag eingestellt werden kann – etwa einen Pfund. Passanten können dann durch einfaches Auflegen ihrer Karte oder mit ihrem Smartphone die Künstler ganz unkompliziert entlohnen. Die musikalische Darbietung muss dafür nicht unterbrochen werden. Das Ziel der Initiative ist es, mehr Geld für die Musiker zu generieren. Erste Tests scheinen darauf hinzudeuten, dass sich diese Hoffnung erfüllt. Denn das System wurde von der hauptberuflichen Straßenmusikern Charlotte Campbell bereits getestet. Sie berichtet: „Ich habe Repeat Payments für nur zwei Wochen getestet und es hatte bereits einen signifikanten Einfluss auf die Beträge, die ich erhalten habe“. Ihre Beobachtung: Sobald ein Passant die neue Zahlungsmöglichkeit nutzt, ziehen oft auch andere Zuhörer nach.

Die Stars der Zukunft sollen unterstützt werden

In den nächsten Wochen sollen nun immer mehr Straßenmusiker mit der notwendigen Technik ausgestattet werden. Londons Bürgermeister sieht darin auch einen Beitrag zur Förderung neuer Musikstars: „Damit London seinen Status als eine der globalen Musikhauptstädte behalten kann, ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir die Stars von morgen unterstützen“, erklärte er. Auftritte als Straßenmusiker gäben jungen Nachwuchskünstlern nicht nur die Möglichkeit, Geld einzuspielen, sondern auch an ihrem Talent zu feilen und vor größeren Menschengruppen zu spielen. Das Ende des Bargelds wird mit dieser Entwicklung allerdings nicht eingeläutet: Die kontaktlose Zahlungsmöglichkeit stellt lediglich eine Alternative dar. Auch weiterhin wird der klassische Hut oder ein offener Geigenkasten bereit stehen, um Münzen und Scheine in Empfang zu nehmen.


Via: Sky News

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