Klassische Zigaretten sind dafür bekannt, dass sie teilweise fatale Brände auslösen können. Vor allem, wenn Leute während des Rauchens im Bett einschlafen, kommt es immer wieder auch zu Großbränden und Todesopfern. Inzwischen allerdings sind sich die meisten Raucher dieser Gefahr bewusst, so dass solche tragischen Unfällen immer seltener passieren. Auch die Einführung der Elektronischen Zigarette sollte eigentlich zu weniger Bränden führen. Da bei diesen kein Verbrennungsprozess stattfindet, sollten sie eigentlich auch kein Feuer auslösen können. Doch die britische Feuerwehr mahnt nun: Falsch geladene Akkus können explodieren und Brände verursachen.


Mehr als einhundert Brände wurden durch E-Zigaretten verursacht

Die absoluten Zahlen sind dabei noch nicht besonders hoch, aber der Trend scheint alarmierend. Wurden im Jahr 2012 lediglich acht Brände auf unsachgemäßen Umgang mit E-Zigaretten zurückgeführt, waren es 2013 bereits 43 und 2014 bisher schon 62. Die meisten dieser Brände gingen glimpflich aus, allerdings gab es bereits einen Todesfall, der auf ein durch E-Zigaretten ausgelöstes Feuer zurückging. Auch zahlreiche Wohnungen und Häuser wurden durch die ausgelösten Brände beschädigt. Die Gefahr wird zudem potenziert, weil viele Nutzer ihre elektronischen Zigaretten vor dem Schlafengehen an das Stromnetz anschließen. Kommt es dann zu einer Störung, wird diese unter Umständen erst vergleichsweise spät erkannt.

iPad-Ladekabel ist keine geeignete Alternative

Teilweise sind Verarbeitungsmängel die Ursache für fehlerhafte Akku-Aufladungen, oftmals ist es aber auch die Unachtsamkeit der Nutzer. So wurde teilweise schlicht das falsche Akkuladegerät genommen oder es wurde versucht die E-Zigarette über den Computer oder Laptop zu laden. So schaffte es ein Barkeeper aus dem englischen Richmond in die überregionale Presse, als er versuchte im Pub seine E-Zigarette mit dem Netzteil seines I-Pads zu laden. Es kam zu einer Explosion, die von der Überwachungskamera aufgezeichnet wurde und im Internet schnell Verbreitung fand.


Auch Sparfüchse, die sich im Internet günstige, aber nicht zertifizierte, Ladegeräte besorgten, lösten einige der Feuer aus. Die britische Feuerwehr geht aufgrund dieser Erfahrungen davon aus, dass quasi alle Brände durch E-Zigaretten vermeidbar sind. Konkrete Warnungen und Aufklärungskampagnen sollen helfen, das Bewusstsein der elektronischen Raucher zu schärfen und zukünftige Brände zu verhindern. In Großbritannien wurde die Zahl der Nutzer von elektronischen Zigaretten zuletzt auf 2,1 Millionen geschätzt.

Aus Deutschland sind bisher keine detaillierten Zahlen über durch E-Zigaretten verursachte Brände bekannt. Da die grundlegende Problematik aber weltweit bestehen dürfte, ist davon auszugehen, dass es auch hierzulande schon zu entsprechenden Unfällen kam. Beim Aufladen der elektronischen Zigarette ist also Vorsicht angesagt!

Quelle:Digitaljournal

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.