Auf Deutschland Autobahnen kommt es ungefähr 2.000 Mal pro Jahr zu einer hochgefährlichen Verkehrssituation: Ein Geisterfahrer verirrt sich auf die Autobahn – jetzt geht es im wahrsten Sinne des Wortes um Leben und Tod! Etwa 20 Menschen sterben jährlich durch diesen fatalen Fehler. Mal der Falschfahrer selbst oder auch Dritte, die keine Chancen hatten, rechtzeitig zu reagieren. Eine neue App soll dieses Risiko endlich beenden.


Von Balder.deEigenes Werk, CC0, Link

Der Geisterfahrer und alle Gefährdeten erhalten Warnung

Das von der Firma Bosch und dem Radiosender Antenne Bayern entwickelte System funktioniert allerdings nur dann fehlerlos, wenn alle Autofahrer mitmachen. Dafür lädt man sich die Software von Antenne Bayern aufs Handy und aktiviert die Falschfahrerwarnung. Der Nutzer erhält nun eine Push-Nachricht, wenn er selbst zum Geisterfahrer wird oder sobald ihm jemand anderes auf diese Weise gefährlich wird. Hier wird klar, dass das App-Netz so dicht wie möglich gestrickt werden muss, um größtmögliche Wirkung zu entfalten.

Alle Auf- und Abfahrten sind im System hinterlegt

So funktioniert das Warnsystem: In der Datenbank der App sind sämtliche Autoauffahrten und -abfahrten hinterlegt, ebenso wie die vorgeschriebenen Fahrtrichtungen. Wenn sich ein Fahrzeug der einer Auf- und Abfahrt nähert, sendet die Software die Bewegungsdaten an die Bosch Cloud. Diese Übertragung erfolgt anonymisiert, sodass niemand erfährt, wer sich hinter der angezeigten Bewegung verbirgt. Die Daten werden automatisch mit der zulässigen Fahrtrichtung abgeglichen. Falls es alarmierende Abweichungen gibt, geht alles ganz schnell: Der Falschfahrer erhält eine Nachricht, dass er sich auf Abwegen befindet – und auch sämtliche direkt gefährdeten Verkehrsteilnehmer werden alarmiert.


Schnelle Kommunikation tut in diesem Fall not

Die Verbindung zur Cloud löst sich, sobald der betreffende Fahrer den Auf- und Abfahrtsbereich verlässt; eine dauerhafte Überwachung findet also nicht statt. Hinsichtlich der Tatsache, dass 46 Prozent aller Geisterfahrerunfälle bereits auf der Autobahnauffahrt geschehen, tut extrem schnelles Handeln wirklich not. Radiodurchsagen sind dafür einfach zu langsam, aber diese Kommunikation erfolgt ohne Zeitverluste und kann damit wirklich Menschenleben retten.

Quelle: antenne.de

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