In der Entwicklungshilfe gibt es viele verschiedene Ansätze. In einem sind sich aber die meisten Experten einig: Der Schlüssel für eine positive Entwicklung eines Landes liegt in der Ausbildung der Kinder und Jugendlichen. In vielen afrikanischen Schulen fehlt es aber bereits an grundlegenden Dingen – etwa einer zeitgemäßen technischen Ausstattung und einer sicheren Stromversorgung. Die britische Firma Aleutia hat daher nun einen Solarklassenraum entwickelt, der einfach zu transportieren ist, von lokalen Kräften aufgebaut und eingerichtet werden kann und zudem alle Voraussetzungen für einen modernen Unterricht bietet.


Auch der Umgang mit Computern wird vermittelt

In einem ersten Schritt sollen nun alle 47 Bezirke Kenias einen solchen Klassenraum erhalten. Nach Abschluss des Projekts würden dann mehr als 20.000 Grundschulkinder davon profitieren. Zur Ausstattung der Räume gehören dabei nicht nur Tische und Stühle, sondern auch zehn Computer für die Schüler und einer für den Lehrer. Besonders in ländlichen Gebieten dürften Schüler dann dort zum ersten Mal mit Computern in Berührung kommen. Ursprünglich war geplant, die Klassenräume aus alten Schiffscontainern herzustellen. Dabei erwies sich aber der Transport als zu aufwendig und teuer. Deswegen arbeitete die Firma mit Experten der University of Edinburgh und lokalen Architekten aus Nairobi zusammen, um ein möglichst simples und leicht zu transportierendes Design zu entwickeln.


Schon jetzt sind 240 Solarklassenräume im Einsatz

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Solarklassenräume bestehen aus lokalen Rohstoffen und können – getreu dem Motto „Solar Classroom in a Box“ – von einheimischen LKWs ganz einfach transportiert werden. Der Aufbau vor Ort dauert dann lediglich zwei Tage und kann von einheimischen Arbeitern übernommen werden. Die Kosten eines Klassenraums belaufen sich dabei auf 20.000 Dollar – je zur Hälfte für den Bau an sich und für die Einrichtung. Bereits jetzt sind 240 solcher Solarschulen in acht afrikanischen Staaten südlich der Sahara im Einsatz.

Via: Gizmag

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