Die Peißnitzinsel befindet sich mitten in Halle an der Saale und wird durch die Stromsaale und die Wilde Saale eingerahmt. In diesem Jahr wird dort zum insgesamt zehnten Mal die sogenannte Kinderstadt veranstaltet. Dabei handelt es sich um ein pädagogisches Konzept, bei dem Kinder spielerisch an das Konzept einer Stadt und einer Stadtverwaltung herangeführt werden. Auch in diesem Jahr werden wieder tausende Teilnehmer erwartet. Begleitet wird die Veranstaltung zudem von zahlreichen Kooperationspartnern. Dazu gehört unter anderem auch die Organisation Food Forest. Der Kinderstadt Halle e.V. plant als Hauptinitiator, zusammen mit der Organisation Food Forest e.V. unter  Absprache mit der Grün- und Freiflächenplanung der Stadt Halle am 14. Februar eine große Pflanzaktion. Am Valentinstag sollen auf der Peißnitzinsel zahlreiche Bäume gepflanzt werden. Grün ist die Insel allerdings schon heute.


Bild: Catatine [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Bäume können lokale Lebensmittel produzieren

Die Besonderheit des Projekts: Es sollen Bäume angebaut werden, die essbare Früchte tragen. Besucher des Naherholungsgebiets sollen dort zukünftig beispielsweise Äpfel, Mirabellen, Zwetschgen- oder Pfirsiche ernten können. Die Aktion ist zudem nicht zeitlich begrenzt. Die Bäume werden daher auch nach dem Ende der Kinderstadt an ihrem Platz verbleiben. Die Organisation Kinderstadt e.V. verfolgt damit ein doppeltes Ziel: Zum einen können so möglichst viele Flächen begrünt werden. Gleichzeitig handelt es sich aber auch um eine Form der lokalen Nahrungsmittelproduktion.

Zahlreiche Metropolen setzen auf mehr Grün in der Stadt

Mit der Idee Städte wieder verstärkt zu begrünen, steht die Initiative zudem nicht alleine da. Vielmehr setzt beispielsweise auch die katalanische Metropole Barcelona auf ein ähnliches Konzept: Weniger Verkehr und viel mehr Grün. Auch in Paris hat die Stadtverwaltung bereits Maßnahmen ergriffen, um mehr Pflanzen in das Stadtbild zu integrieren. In London wiederum wurde sogar ein schwimmender Park errichtet, während Amsterdam Parkflächen in Grünanlagen umwandelte. Diese Entwicklung ist kein Zufall. Denn immer mehr Städte leiden unter einer zu starken Luftverschmutzung. Bäume und andere Pflanzen können hier wie ein natürlicher Filter wirken und die Luft reinigen. Die Idee, vor allem Bäume anzupflanzen, die auch Nahrungsmittel liefern, könnte den Ansatz nun um einen neuen Aspekt erweitern.


Via: kinderstadt-halle.de

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2 Kommentare

  1. Björn

    21. Januar 2020 at 13:33

    Super Idee, ist aber nichts neues. . . in Brandenburg gibt es viele Straßen und Wege welche mit Obstbäumen bepflanzt sind.

  2. Björn

    21. Januar 2020 at 13:33

    Muss auch nicht immer was neues sein. . .

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