In der Debatte rund um den Klimaschutz geht es derzeit hoch her. Das zeigt allein die Diskussion um eine CO2-Steuer in Deutschland. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wagt nun einen eigenen Vorstoß: Er will eine europaweite Kerosinsteuer einführen. Außerdem sollten umweltschädliche Firmen mehr Steuern zahlen müssen – zumindest wenn es nach dem französischen Staatsoberhaupt geht.


Bild: Roger Green from BEDFORD, UK, derivative work Lämpel [CC BY 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Kerosin: Steuerfreier Treibstoff

Der kommerzielle Verbrauch von Flugzeugtreibstoff ist innerhalb der Europäischen Union steuerfrei. Und das, obwohl der kommerzielle Flugverkehr einer der Hauptverursacher von CO2-Emissionen ist. Nach Ansicht des französischen Präsidenten Emmanuel Macron sollte Kerosin deshalb auch im kommerziellen Verkehr besteuert werden: „ Ich möchte, dass wir bei einer gemeinsamen Besteuerung von Kerosin in Europa vorankommen, und dass wir eine echte internationale Verhandlung über das Thema haben„, so Macron gegenüber mehreren französischen Regionalzeitungen.

Macron sieht den Flugverkehr ebenfalls als erhebliche Belastung für die Umwelt und das Klima und begründet so seine Forderung. Außerdem ist Macron dafür, Unternehmen, die übermäßig umweltschädlich agieren, mit höheren Steuern zu belegen.


Auch in Deutschland ist die Kerosinsteuer Thema

Auch in Deutschland wird über eine Kerosinsteuer geredet. Sowohl die SPD als auch de Grünen befürworten die Besteuerung von Kerosin. Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer ist da vorsichtiger und bezeichnete die Kerosinsteuer als ein mögliches Element in einem Gesamtpaket zum Klimaschutz. Die FDP dagegen steht dem Thema ablehnend gegenüber.

Auch innerhalb der G8-Gruppe war eine Kerosinsteuer bereits Thema – und das bereits 2007. Konkrete Ergebnisse gab es damals allerdings nicht. Dabei gibt es gute Argumente dafür, auch Kerosin zu bestehern. Schließlich wird auch Autotreibstoff besteuert – und zwar sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich. Und auch wer Fliegen als Hobby betreibt muss auf den Treibstoff Steuern zahlen. Zudem sei es paradox, dass Verbraucher in Deutschland Steuern für Bahntickets und an Tankstellen zahlen müssen, wohingegen Auslandsflüge weitestgehend steuerfrei bleiben, so die Befürworter der Kerosinsteuer.

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