Klimaschutz wird für viele Menschen immer wichtiger. Doch aktiv das Klima zu schützen, bedeutet nicht nur, sich in dem Bereich zu informieren, sondern auch, die eigenen Verhaltensweisen zu überprüfen und gegebenenfalls zu verändern. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie ihr euer eigenes Leben nachhaltiger gestalten könnt. Diese müssen natürlich nicht alle umgesetzt werden, aber wenn ihr ein paar Dinge ändert, könnt ihr schon viel tun.


1. Stellt eure Ernährung auf den Prüfstand

Auf den ersten Blick ist für viele Menschen nicht ersichtlich, dass man über die eigene Ernährung etwas zum Klimaschutz beitragen kann. Dabei macht die Ernährung in der westlichen Welt etwa 13 Prozent der Pro-Kopf-CO2-Emissionen aus. Dabei schlagen Obst und Gemüse deutlich weniger zu Buche als Fleisch- und Milchprodukte, und regional produzierte Bioprodukte sind logischerweise besser als Weintrauben aus Ägypten und Äpfel aus Neuseeland.


Ein wichtiger Punkt ist aber auch der Fleischkonsum. Dieser beträgt in Deutschland pro Person mehr als 60 Kilogramm pro Jahr – deutlich zu viel. Wer sich die Frage stellt, ob ein bis zwei Mal Fleisch pro Woche nicht ausreichend ist, der kann viel zum Klimaschutz beitragen. Aber auch einzelne Gemüsesorten haben einen relativ großen ökologischen Fußabdruck. Wusstet ihr etwa, dass für die Produktion von zweieinhalb Avocados etwa 1.000 Liter Wasser benötigt werden?

2. Kleidung: Nachhaltig leben kann auch leihen statt kaufen bedeuten

Leihen statt Kaufen ist ein Konzept, das sich inzwischen in vielen Lebensbereichen durchsetzt – ein prominentes Beispiel ist Carsharing. Aber auch im Bereich Kleidung gibt es inzwischen entsprechende Lösungen, insbesondere bei Kinderkleidung.

Das Problem ist bekannt: Speziell jüngere Kinder wachsen aus ihren Klamotten oft schneller raus, als man sie kaufen kann. Diese Problematik haben inzwischen mehrere Anbieter erkannt und bieten die Möglichkeit, Kindersachen zu leihen, anstatt sie zu kaufen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Nicht nur, dass die Kleidung so so lange wie möglich im Umlauf bleibt, sondern auch, dass die Kinderkleidung zum Leihen auch das Budget der Eltern schont.

3. Die Überprüfung der eigenen Mobilität

By Rl91 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), via Wikimedia Commons
Mit 23 Prozent Anteil am persönlichen CO2-Abdruck ist unsere Mobilität mit der größte persönliche Klimakiller. Diesen Anteil zu verringern, ist eine persönliche Herausforderung, da Mobilität in unserem Leben eine wesentliche Rolle spielt. Versuchen kann man es dennoch, und etwa bei Flugreisen ansetzen. Natürlich, der Familienurlaub in den USA ist etwas Tolles (wenn man ihn sich leisten kann), aber muss das wirklich ein oder mehrmals pro Jahr sein? Tut es nicht ab und an auch ein Urlaub per Bahnreise? Wobei das Vermeiden von Flugreisen wirklich ein Punkt ist, der lediglich eine bestimmte Gesellschaftsschicht betrifft.

Apropos Bahn: Gleiches gilt für das Auto – speziell das eigene Auto. Klar, für manche ist dieses unverzichtbar. Aber speziell Menschen, die in Städten leben, würden oft auch ohne eigenes Auto auskommen. Konzepte wie Carsharing und nicht zuletzt auch der öffentliche Nahverkehr bieten vor allem im urbanen Raum eine völlig ausreichende Mobilität.

Und auch wer ein eigenes Auto hat, der kann sein Verhalten auf den Prüfstand stellen. Ist es wirklich nötig, die Kinder jeden Morgen die 1,5 Kilometer zur Schule zu fahren? Und könnte man viele Kurzstrecken nicht genauso gut mit dem Fahrrad erledigen? Je öfter das Auto stehen bleibt, desto besser für die Umwelt – und oft auch für die eigene Gesundheit.

4. Konsum: Genau hinschauen, was man braucht

Auch das generelle Konsumverhalten wirkt sich auf den CO2-Fußabdruck aus. Jedes Jahr ein neues Smartphone, alle zwei Jahre ein neuer Laptop, teures Spielzeug, das nach zwei drei Tagen in der Ecke liegt – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Wer vor größeren und kleineren Anschaffungen die Frage stellt, ob er das Objekt der Begierde wirklich benötigt, der kann einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Und oft sind gemeinsame Unternehmungen mit Kindern und/oder dem Partner deutlich wertvoller als teure Geschenke.

 

Selbstverständlich muss niemand zugunsten der Nachhaltigkeit sein komplettes Verhalten umkrempeln. Aber die eigenen Verhaltensweisen zu überprüfen und sich zu fragen, welche Änderungen man vornehmen kann und will, ist ein wichtiger Schritt.

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1 Kommentar

  1. Unbequeme Wahrheit

    26. Dezember 2018 at 13:25

    „Avocados etwa 1.000 Liter“. Nicht ganz richtig, 1Kg / ~500-1000 Liter! Allerdings, weshalb wird neuerdings immer wieder auf dieses „Sandkörnchen“ hingewiesen, wenn der Konsum von Tierqual„produkten“ (Fleisch, Milch/Milchprodukte, Eier, Fisch, Tierhaut-> Leder/Pelz/Daunen…) dagegen doch „Felsbrocken“, ja ganze „Gebirge“ darstellt?

    https://albert-schweitzer-stiftung.de/themen/wasserverbrauch-ernaehrung

    https://goo.gl/images/ABQV97

    https://utopia.de/neue-studie-fleisch-milch-haben-groessten-umwelt-einfluss-92556/

    https://www.theguardian.com/environment/2018/may/31/avoiding-meat-and-dairy-is-single-biggest-way-to-reduce-your-impact-on-earth?CMP=share_btn_fb

    Selbst wenn ein omnivor und/oder vegan lebender Mensch jeden Tag 1Kg Avocados essen würde, sämtliche Lebensgrundlagen allen Lebens werden PRIMÄR zerstört aufgrund des Konsums von Tierqual„produkten“!!!

    Da kann noch so oft wiederholt werden: „zweieinhalb Avocados etwa 1.000 Liter Wasser“ (1Kg / ~500-1000 Liter), es ändert nichts an Fakten, außer es sei denn man ist Omnivore (oder Vegetarier-> Milch/Milchprodukte), dann greift man selbstverständlich gerne zu alternativen Fakten!

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