Der Milliardär Michael Bloomberg hat angekündigt, die von der US-Regierung ursprünglich zugesagten Zahlungen an das UN-Klimasekretariat persönlich zu übernehmen. Die Institution wurde im Rahmen des Weltklimavertrags von Paris mit der Aufgabe betraut, ärmere Staaten bei der Umsetzung ihrer Klimaziele zu unterstützen. Eigentlich hatten die USA zugesagt, die Arbeit des Sekretariats mit jährlich 7,5 Millionen Euro zu unterstützen. Nach dem von Präsident Trump durchgesetzten Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Abkommen hat der Kongress aber lediglich noch 3 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt. Die Differenz in Höhe von 4,5 Millionen Euro will Bloomberg nun selbst bezahlen. Arm wird der Unternehmer und Politiker dadurch nicht: Sein Vermögen wird auf knapp 50 Milliarden Dollar geschätzt.


Bloomberg hofft auf eine Meinungsänderung bei Trump

„Die USA sind eine Verpflichtung eingegangen und als Amerikaner haben wir, wenn die Regierung diese nicht einhält, eine Verantwortung“, erklärte Bloomberg in einer Fernsehsendung und fügte hinzu: „Ich bin in der Lage es zu tun. Daher: Ja. Ich werde der Organisation einen Scheck mit der Summe schicken, die die USA versprochen hat, so als ob sie das Geld direkt von der Zentralregierung erhalten hätten.“ Diese Aussage gilt allerdings zunächst einmal nur für dieses Jahr. Für die folgenden Jahre hofft der Milliardär auf einen Sinneswandel bei Präsident Trump. „Hoffentlich wird der Präsident dann seine Meinung geändert haben – was großartig wäre“, verkündete Bloomberg und konnte sich eine kleine Spitze nicht verkneifen: „Eine Person, die nie ihre Meinung ändert, ist nicht besonders smart.“

Der Milliardär war erst Demokrat und dann Republikaner

Bloomberg war lange Jahre Mitglied der Demokraten, wechselte dann aber ins Lager der Republikaner und wurde im Jahr 2001 zum Bürgermeister von New York gewählt. Seine Arbeit dort verrichtete er zwölf Jahre lang zu einem symbolischen Gehalt von einem Dollar. Im Jahr 2016 erwog er zudem, als überparteilicher Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen anzutreten. Aus Angst auf diese Weise Hillary Clinton wichtige Stimmen zu klauen und so die Wahl Donald Trumps zu befördern, verzichtete er aber schließlich auf eine Kandidatur. Seither engagiert er sich in Sachen Klimaschutz und ist einer der Köpfe hinter einer Allianz von amerikanischen Städten, Bundesstaaten und Firmen, die sich auch weiterhin zu dem Abkommen von Paris bekennen.


Via: New York Post

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