Im Klimavertrag von Paris hat sich die globale Gemeinschaft verpflichtet, die Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur auf maximal 2 Grad über der Durchschnittstemperatur vor der industriellen Revolution zu beschränken. Einer aktuellen Studie zufolge könnte die Beschränkung auf eine Erhöhung von 1,5 Grad oder weniger verhindern, dass Teile der Erde sich in eine Wüste verwandeln.


Foto: Dry!, TheZionView View, Flickr, CC BY-SA 2.0

Erderwärmung führt zu großer Trockenheit

Die Studie von Manoj Joshi und seinen Kollegen von der University of East Anglia in Großbritannien kommt zu dem Schluss, dass bei einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur um 2 Grad etwa 20 – 30 Prozent des Planeten austrocknen und zur Wüste werden könnten. Gelänge es, die Erwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken, konnten zwei Drittel dieser Fläche vor dem Austrocknen bewahrt werden.

Sollte es bei 2 Grad Erwärmung bleiben, würde die daraus resultierende Dürre langfristig mehr als 20 Prozent der Erdbevölkerung treffen. Vor allem Zentralamerika, Südostasien, Südeuropa, Südafrika und Südaustralien wären betroffen.


Um auf mögliche Dürren zu reagieren, hat die UN den Green Climate Fund gegründet, in den entwickelte Länder einzahlen, die viel CO2-Emissionen verursachen. Die Mittel sollen verwendet werden, um weniger entwickelten Ländern dabei zu helfen, mit Dürren umzugehen.

Die USA drückt sich vor ihrer Verantwortung

Die Bemühungen um den Klimawandel mussten einen herben Rückschlag hinnehmen, als US-Präsident Donald Trump letztes Jahr ankündigte, dass sein Land sich aus dem Vertrag von Paris zurückzieht. Auch vor dieser Entscheidung war der Beitrag der USA zum Green Climate Fund gemessen an den CO2-Emissionen des Landes mit weniger als 10 US-Dollar pro Einwohner eher überschaubar. Zum Vergleich: Schweden zahlt pro Kopf 59 US-Dollar ein. Für Trump waren jedoch auch die 10 Dollar pro Kopf zu viel. Betrachtet man einen aktuellen Tweet von Trump, dürfte das kaum verwundern:

In the East, it could be the COLDEST New Year’s Eve on record. Perhaps we could use a little bit of that good old Global Warming that our Country, but not other countries, was going to pay TRILLIONS OF DOLLARS to protect against. Bundle up!

Bundesstaaten lehnen sich auf

Das mangelnde Verständnis Trumps zum Thema Klimawandel erschreckte die Wissenschaft bereits bei dessen Amtseinführung. Und die Auswirkungen sind spürbar: Trump unterstützt Industriezweige, die so oder so bereits genug CO2 in die Atmosphäre pusten und gießt Öl ins Feuer der Klimawandel-Skeptiker (von denen es in der Wissenschaft nicht mehr viele gibt). Das ist vor allem auch deshalb gefährlich, weil die USA als einer der größten Verursacher von CO2-Emissionen einen großen Anteil am Klimawandel hat.

Allerdings haben sich bereits mehrere US-Bundesstaaten zusammengetan und klar gemacht, dass sie die Ansichten des US-Präsidenten nicht teilen und sich weiter um die Reduzierung von CO2-Emissionen und die Unterstützung von erneuerbaren Energien bemühen werden.

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1 Kommentar

  1. Daniel Münger

    30. Januar 2018 at 00:23

    Finger weg von unseren Pensionskassengeldern.

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