Über den Klimawandel und die damit verbundene Erderwärmung wird auch in Deutschland viel diskutiert. Doch die möglichen Auswirkungen auf das eigene Leben lassen sich oft nur schwer einschätzen. In den Vereinigten Staaten hat eine neue Studie daher nun die sogenannten Klimazwillinge genauer untersucht. Dabei wurden 540 größere US-Städte genauer unter die Lupe genommen. Anhand von verschiedenen Prognose-Modellen schauten die Wissenschaftler zunächst, wie sich das Wetter dort in den nächsten 60 Jahren entwickeln wird. Anschließend suchten sie nach einem Ort, an dem das Klima bereits heute so ist. Ein Beispiel: Bleiben die CO2-Emissionen auf dem aktuellen Stand wird das Wetter im Jahr 2080 in Philadelphia so sein wie heute in Memphis. Wer schon einmal in den beiden Städten war weiß: Der Unterschied ist gewaltig.


Globale Erderwärmung
Foto: Globale Probleme; Jackl CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Auf Dirk Nowitzki kommt in Dallas mehr Regen zu

Gelingt es allerdings die Emissionen – wie im Weltklimavertrag von Paris vorgesehen – signifikant zu senken, dürften die Auswirkungen nicht ganz so drastisch ausfallen. Das Wetter in Philadelphia würde dann dem aktuellen Klima im Bundesstaat Maryland ähneln. Wer sich die einzelnen Klimazwillinge einmal genauer anschauen möchte, kann dies auf einer interaktiven Karte tun. Dort kann einfach die gewünschte Stadt und die zugrunde liegenden CO2-Emissionen ausgewählt werden und es wird das Ergebnis präsentiert. Sollte sich beispielsweise Basketball-Star Dirk Nowitzki in Dallas zur Ruhe setzen, käme auf ihn im hohen Alter im besten Fall ein Wetter wie in Laplace im Bundesstaat Louisiana zu. Interessanterweise würde dies in diesem Fall niedrigere Durchschnittstemperaturen und mehr Niederschläge bedeuten.

Die Klimazwillinge sollen die Vorstellung vereinfachen

Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass die Erderwärmung für die meisten Menschen wie ein Umzug in Richtung Süden wirken würde. Allerdings vollzieht sich die Veränderung natürlich über viele Jahre, sodass die Bewohner ihre Lebensweise nach und nach anpassen dürften. Veröffentlicht wurde die Studie zu den Klimazwillingen und die dazugehörige interaktive Karte dennoch, um den Menschen zu verdeutlichen, dass der Klimawandel für jeden persönlich gravierende Veränderungen mit sich bringt. In den Vereinigten Staaten ist das Thema noch umstrittener als hierzulande. So ist US-Präsident Donald Trump nicht von einem menschengemachten Klimawandel überzeugt und folgerichtig aus dem Weltklimavertrag ausgestiegen. Zahlreiche Bundesstaaten und Städte haben ihre Verpflichtungen allerdings bekräftigt.


Via: Inhabitat

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2 Kommentare

  1. Michael

    20. Februar 2019 at 14:32

    ….wie sich das Wetter dort in den nächsten 60 Jahren entwickeln wird….

    Ich weiß, jetzt bin ich wieder der böse Klimaleugner, aber die Herrschaften könnten mich ja beeindrucken und mir zuverlässig das Wetter für die nächsten zwei Wochen vorhersagen, bevor sie von 2080 sprechen.
    Propheten hatten wir zuletzt in der Bibel. Glaubt auch nicht jeder dran😉

  2. Alexander Trisko

    20. Februar 2019 at 16:46

    Wetter ist nicht Klima. Dieses Verständnis sollte in der Debatte schon vorausgesetzt werden, weshalb zugegebenermaßen auch die Überschrift eher unschön ist.

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