Bis zum Jahr 2020 will der schwedische Autobauer Volvo die Sicherheitstechnik der Fahrzeuge so weiter entwickelt haben, dass keine Verkehrstoten mehr zu beklagen sind. Kernstück dieser Bemühungen ist ein automatisches Bremssystem, das die Straßen überwacht und bei Gefahr automatisch bremst. Die Technik ist dabei inzwischen deutlich schneller als die menschliche Reaktionszeit. In Australien allerdings gibt es für die Techniker des Konzerns eine besondere Herausforderung: Kängurus sind nicht nur vergleichsweise schwer, sondern bewegen sich auch schnell und unberechenbar. Jährlich kommt es daher zu rund 20.000 Kollisionen zwischen Autos und Kängurus. Volvo ist zuversichtlich diese zukünftig vermeiden zu können.


PanBK at the English language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons
PanBK at the English language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Die Technik reagiert doppelt so schnell wie der Fahrer

Dazu haben die Techniker einen Radar in die Autos integriert, der die Straße dauerhaft nach potentiell gefährlichen Objekten abscannt. Die dabei gewonnenen Daten werden dann automatisch mit den Bildern einer Kamera abgeglichen. Dort wird dann auch deutlich, in welche Richtung sich ein Tier bewegt. Der Bordcomputer nutzt diese Daten dann, um zu prognostizieren, ob es zu einer Kollision kommt. Im Notfall leitet er dann die automatische Bremsung ein. Die Reaktion des Autos ist dabei ungefähr doppelt so schnell wie die des Fahrers. Im Zweifelsfall kann diese Verbesserung Leben retten und unnötige Schäden am Auto vermeiden.

Unfälle mit Elchen und Rehen sind einfacher zu vermeiden

„Das Verhalten von Kängurus ist schwer zu prognostizieren und daher ist es schwierig, diesen auszuweichen. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir unser Tiererkennungssystem verfeinern und die Tiere dann zur Vermeidung von Kollisionen identifizieren können“, erklärt Martin Magnusson von Volvo. Die bisherigen Systeme wurden vorwiegend in Europa entwickelt. Diese sind vor allem für langsamere Tiere wie Rehe und Elche konzipiert. Für den Känguruschutz haben die Experten des Unternehmens nun vor Ort Daten gesammelt und das Verhalten der Tiere in bestimmten Situationen analysiert. Diese Erkenntnisse sollen dann helfen, zukünftige Kollisionen zu vermeiden.


Via: Volvo

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping
Tags

1 Kommentar

  1. Mahee Ferlini

    29. Oktober 2015 at 18:52

    Sehr merkwürdig, mann denkt nicht von was in andere Erdteile am Straße passiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.