Auch heute kann man bereits einen Porsche mit Elektromotor fahren. Dabei handelt es sich aber um konventionell entworfene Modelle, die lediglich im Nachhinein noch eine Elektro-Variante erhielten. Der Porsche Taycan hingegen soll den Schritt in eine neue Ära symbolisieren: Es handelt sich um das erste reine Elektroauto des Konzerns. Damit allerdings können auch die bisherigen Erfahrungen aus dem Automobilbereich nur noch bedingt genutzt werden. Diese Erfahrung machen nun auch die Porsche-Manager. Denn eigentlich sollten noch in diesem Jahr die ersten Modelle des Taycan an Kunden in den Vereinigten Staaten ausgeliefert werden. Doch daraus wird nun wohl nichts: In einem Brief an die Besteller kündigte der Konzern an, dass sich die Auslieferung um acht bis zehn Wochen verzögern wird.


Bild: Alexander Migl [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Auch die Fabrik wurde neu in Betrieb genommen

Dies ist grundsätzlich nicht so ungewöhnlich in der Branche. Tesla beispielsweise ist berühmt und berüchtigt für verfehlte Produktionsziele. Dennoch ist es interessant, was Porsche als Grund für die Verzögerungen benennt. Demnach handelt es sich um ein komplett neue entworfenes Fahrzeug, das auch noch in einer neu errichteten Fabrik produziert wird. Diese Komplexität habe man unterschätzt. Damit wird deutlich: Die Aufholjagd der deutschen Autohersteller im Bereich der Elektromobilität hat zwar begonnen – sie wird aber kein Selbstläufer. Denn es dauert, bis sich die neuen Prozesse so weit implementiert haben, dass die gewohnte Produktionsqualität und -quantität erreicht wird. Ähnliche Erfahrungen musste auch Audi schon machen. Dort kam es zu Lieferproblemen bei den Batteriezellen, weshalb die Produktion des E-Tron gedrosselt werden musste.

Die Zahl der Vorbestellungen liegt bei 30.000

Kunden in Deutschland sind von den Verzögerungen zunächst nicht betroffen. Denn hierzulande sind die ersten Auslieferungen ohnehin erst für das nächste Jahr geplant. Der Taycan wird zunächst in zwei Varianten angeboten: Als Turbo und Turbo S. Der wesentliche Unterschied liegt in der höheren Spitzenleistung des Turbo S. Wirklich preiswert sind aber beide Versionen nicht. Die günstigere Variante ist ab 152.000 Euro zu haben. Der Turbo S kostet sogar mindestens stolze 185.000 Euro. Dennoch scheint ein gewisses Interesse durchaus vorhanden zu sein. Den Angaben des Konzerns zufolge gibt es weltweit bereits mehr als 30.000 Bestellungen. Allein dies würde für Porsche schon einen Umsatz von mehr als 4,5 Milliarden Euro bedeuten.


Via: Electrek

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