In Neubauten sind Wände, die Innenräume abtrennen und nicht tragend sind, zumeist aus Gips. Eine Erkenntnis, die so mancher Wohnungsbesitzer oder Mieter spätestens dann macht, wenn er schwere Gegenstände an solchen Wänden aufhängen will. Beim Bau solcher Wände fallen allein in Deutschland ca. eine halbe Million Tonnen an Verschnitt an. Ein britisches Startup stellte nun eine Alternative vor: Innenwände, die zum großen Teil aus Getreide-Abfällen bestehen.


Foto:  In Neubauten sind Wände, die Innenräume abtrennen und nicht tragend sind, zumeist aus Gips. Eine Erkenntnis, die so mancher Wohnungsbesitzer oder Mieter spätestens dann macht, wenn er schwere Gegenstände an solchen Wänden aufhängen will. Beim Bau solcher Wände fallen allein in Deutschland ca. eine halbe Million Tonnen an Verschnitt an. Ein britisches Startup stellte nun eine Alternative vor: Innenwände, die zum großen Teil aus Getreide-Abfällen bestehen. Baumaterial aus Landwirtschafts-Abfällen Die Plattenreste, die beim Bau von Gipswänden anfallen, müssen in den den Sondermüll, da sie Giftstoffe wie etwa Sulfate ausdünsten können. Dieser Umstand macht die Entsorgung der Schnittreste nicht nur zu einem umweltschädlichen, sondern auch zu einem teuren Unterfangen.  Das britische Startup Adaptavate hat eine umweltschonende Alternative gefunden: Platten mit dem Namen “Breathaboard” (zu deutsch so viel wie “atmende Platte”) soll helfen, das Raumklima zu verbessern. Die neuen Platten bestehen nicht aus Gips, sondern zu 75 Prozent aus Getreide-Abfällen, die in der Landwirtschaft anfallen. Damit nutzt Adaptavate Abfallstoffe und muss keine Anbauflächen für die Platten verbrauchen. Außerdem sind die Abfälle, die bei der Produktion anfallen, kompostierbar und somit umweltfreundlich zu entsorgen. Atmungsaktiver, feuerresistenter Baustoff für die Zukunft Doch damit nicht genug: Nach Angaben von Adaptavate sind die neuen Platten nicht nur lärmdämmend, sondern auch feuerresistent. Sie sollen außerdem aufgrund ihrer Atmungsaktivität nicht schimmeln und bei hoher Luftfeuchtigkeit diese aufnehmen, während sie die Feuchtigkeit bei niedriger Luftfeuchtigkeit der Raumluft wieder abgeben.  Ob sich die Versprechungen bewahrheiten, wird sich im Praxiseinsatz zeigen müssen: Bisher handelt es sich bei “Breathaboard” nur um ein Konzept, mit der Massenproduktion hat das Unternehmen noch nicht begonnen.  Auf dem Papier klingt der neue Baustoff aber gut. Zwar bringt er gegenüber Gipsplatten keine strukturellen Vorteile mit, aber er macht dies mit den Vorteilen für Umwelt und Raumklima wieder wett. Breathaboard im Video https://www.youtube.com/watch?v=5M9dddUWVNM">Wheat, Sleepy Claus, Flickr, CC BY-SA 2.0
Foto: Wheat, Sleepy Claus, Flickr, CC BY-SA 2.0

Baumaterial aus Landwirtschafts-Abfällen

Die Plattenreste, die beim Bau von Gipswänden anfallen, müssen in den den Sondermüll, da sie Giftstoffe wie etwa Sulfate ausdünsten können. Dieser Umstand macht die Entsorgung der Schnittreste nicht nur zu einem umweltschädlichen, sondern auch zu einem teuren Unterfangen.

Das britische Startup Adaptavate hat eine umweltschonende Alternative gefunden: Platten mit dem Namen “Breathaboard” (zu deutsch so viel wie “atmende Platte”) soll helfen, das Raumklima zu verbessern. Die neuen Platten bestehen nicht aus Gips, sondern zu 75 Prozent aus Getreide-Abfällen, die in der Landwirtschaft anfallen. Damit nutzt Adaptavate Abfallstoffe und muss keine Anbauflächen für die Platten verbrauchen. Außerdem sind die Abfälle, die bei der Produktion anfallen, kompostierbar und somit umweltfreundlich zu entsorgen.


Atmungsaktiver, feuerresistenter Baustoff für die Zukunft

Doch damit nicht genug: Nach Angaben von Adaptavate sind die neuen Platten nicht nur lärmdämmend, sondern auch feuerresistent. Sie sollen außerdem aufgrund ihrer Atmungsaktivität nicht schimmeln und bei hoher Luftfeuchtigkeit diese aufnehmen, während sie die Feuchtigkeit bei niedriger Luftfeuchtigkeit der Raumluft wieder abgeben.

Ob sich die Versprechungen bewahrheiten, wird sich im Praxiseinsatz zeigen müssen: Bisher handelt es sich bei “Breathaboard” nur um ein Konzept, mit der Massenproduktion hat das Unternehmen noch nicht begonnen.

Auf dem Papier klingt der neue Baustoff aber gut. Zwar bringt er gegenüber Gipsplatten keine strukturellen Vorteile mit, aber er macht dies mit den Vorteilen für Umwelt und Raumklima wieder wett.

Breathaboard im Video

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.