Autorikschas prägen nicht nur das Stadtbild vieler indischer Städte, sondern sind in aller Regel auch eine recht günstige Möglichkeit zur Fortbewegung. Allerdings gibt es keine Beförderungspflicht, so dass viele Fahrer die offiziellen Preislisten ignorieren und über Zuschläge und Festpreise verhandeln. Dies kann ein nerviges Unterfangen sein – insbesondere wenn man unter Zeitdruck steht. Das US-Unternehmen Uber möchte für solche Fälle eine preiswerte Alternative darstellen und so den indischen Markt erobern.


Autorikschars
Arne Hückelheim & Jan Hückelheim Cynthia Goldsmith CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Indien der zweitwichtigste Markt für Uber

Schon heute ist Indien für Uber der zweitgrößte Markt hinter den Vereinigten Staaten. Bisher benötigten Kunden allerdings eine Kreditkarte, um ihre Fahrten zu bezahlen. Dies reduzierte die Zielgruppe des Unternehmens drastisch. Nun aber hat Uber eine Art Prepaid-Karte entwickelt, mit der auch Einheimische und Touristen ohne Kreditkarte den Service des Unternehmens nutzen können. Flankiert wird die Einführung des neuen Zahlungssystems durch den Ausbau der Flotte in insgesamt zehn Großstädten und ein neues aggressives Preissystem.

Preis: 17 Dollarcent pro Kilometer

Der Grundpreis für eine Uber-Fahrt soll dabei bei lediglich 0,65 Dollar liegen. Pro Kilometer kommen weitere 17 Dollarcent hinzu. Der Mindestbetrag liegt bei 1,20 Dollar. Damit ist Uber zwar leicht teurer als die klassischen dreirädrigen Autorikschas. Dafür kommen die Fahrer allerdings auch mit einem richtigen Auto. Dabei sollen vor allem Kleinwagen aus Indien zum Einsatz kommen – etwa der TataIndica Vista oder der Maruti Suzuki Swift. Diese sind nicht nur vergleichsweise günstig in Anschaffung und Unterhalt, sondern auch am ehesten für den indischen Stadtverkehr geeignet.


Um die Nachfrage in Indien dauerhaft bedienen zu können, hat Uber zudem ein Programm aufgelegt, das potentielle Fahrer beim Kauf eines neuen Autos unterstützt. Die Fahrer bleiben allerdings trotzdem eigenständige Unternehmer und werden nicht bei Uber angestellt. Zuletzt hatte der indische Uber-Konkurrent Ola für Aufsehen gesorgt, als das Unternehmen mehr als 200 Millionen Dollar bei Investoren einsammelte. Für Wettbewerb auf dem indischen Markt ist also gesorgt.

Quelle: Techcrunch

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