Volkswagen treibt die Elektrifizierung der Modellpalette so konsequent voran wie kein andrer deutsche Autobauer. Dies hat nun auch Auswirkungen auf das Motorsport-Engagement des Unternehmens. Denn zukünftig sollen VW-Autos nicht mehr an Rennen teilnehmen, bei denen ein Verbrennungsmotor für den nötigen Antrieb sorgt. Auswirkungen wird dies vor allem in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft haben. Dort kam bisher die Motorsportversion des Golf GTI TCR zum Einsatz. Eine Neuauflage wird es nun nicht geben. Letztlich ist der Schritt aus Sicht des Konzerns aber nur konsequent. Denn für gewöhnlich begründen Autokonzerne ihr Engagement im Motorsport mit zwei Aspekten: Zum einen sollen die eigenen Modelle aus der Serienfertigung beworben werden. Zum anderen erhofft man sich, dass neue Ansätze und Lösungen aus dem Rennsport irgendwann auch den Weg in die Serienproduktion finden.


Bild: Volkswagen AG

Der ID.3 soll die breite Masse erobern

Wenn Volkswagen nun allerdings selbst irgendwann gar keine neuen Autos mit Verbrennungsmotor mehr entwickeln möchte, fallen diese beiden Punkte natürlich weg. Parallel dazu hat Volkswagen in den letzten Monaten und Jahren aber auch konsequent den Motorsport mit Elektroantrieb vorangetrieben. So ist seit einiger Zeit der Elektrorennwagen ID.R unterwegs – und gewann unter anderem das legendäre Bergrennen am Pikes Peak im US-Bundesstaat Colorado. Gleichzeitig hat im vergangenen Monat die Produktion des ID.3 in Zwickau begonnen. Dabei handelt es sich um das erste reine Elektroauto von Volkswagen, mit dem vor allem der Massenmarkt erobert werden soll. Aufgrund von noch laufenden Vertragsbindungen werden einige selbstständige Rennställe aber auch im nächsten Jahr noch mit VW-Autos unterwegs sein. Langfristig soll aber auch hier eine Elektrifizierung stattfinden.

Für Porsche und Audi gilt die Vorgabe nicht

Die Entscheidung gilt allerdings zunächst nur für die Kernmarke VW. Andere Einheiten unter dem Dach des Volkswagenkonzerns – etwa Porsche oder Audi – sind daran nicht gebunden. Teilweise wurden aber schon in der Vergangenheit ähnliche Schritte in diese Richtung unternommen. So beendete Porsche das Engagement bei der Langstreckenweltmeisterschaft und ging stattdessen am letzten Wochenende erstmals in der Formel E an den Start. Audi wiederum begleitet die Elektro-Rennserie bereits seit ihrer Gründung. Die Formel E ist gleichzeitig auch ein gutes Beispiel dafür, dass sich auch Rennsport mit E-Antrieb lohnen kann. Denn die Serie erfreut sich nicht nur bei den Fans großer Beliebtheit, sondern fuhr in der vergangenen Saison auch erstmals einen kleinen Gewinn ein. Für klassische Rennserien ist dies keine gute Nachricht.


Via: Volkswagen

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