Das Konzept des Hyperloops wird oft mit Elon Musk in Verbindung gebracht. Tatsächlich ist der Milliardär einer der wichtigsten Unterstützer der Idee. Im Hauptberuf kümmert er sich aber um den Elektroautohersteller Tesla und das Raumfahrtunternehmen Space X. Stattdessen werkeln gleich mehrere Startups an verschiedenen Ansätzen, um die Idee des Hyperloops mit Leben zu füllen. Eines davon nennt sich Hyperloop Transportation Technologies – kurz: HHT – und hat sich nun eine erste Technik lizenzieren lassen. Die passive Magnetschwebetechnik soll dabei Geschwindigkeiten von bis zu 1200 Stundenkilometern ermöglichen und dennoch – vor allem beim Bau der Infrastruktur – deutlich günstiger sein als die klassische Magnetschwebebahn.


Die lizenzierte Technik wurde bereits 1998 der Öffentlichkeit vorgestellt

Anders als bei der herkömmlichen Magnetschwebebahn muss dabei nicht die komplette Strecke elektrifiziert werden. Vielmehr sollen Batterien in die Kapseln des Hyperloops integriert werden. Diese sollen dann ein Magnetfeld erzeugen, das mit Drahtspulen in der Strecke interagiert. Auf diese Weise sorgt das magnetische Feld dafür, dass die Kapsel schwebt und sich vorwärts bewegt. In einer Art Hybridsystem soll zudem die Bremsenergie genutzt werden, um die Batterien wieder mit Energie zu versorgen. Erfunden wurde die Technik dabei bereits im Jahr 1998 von einem Forschungsteam rund um den Physiker Richard F. Post. Kombiniert mit der Röhrentechnik des Hyperloops soll die Technologie die Baukosten eines solchen Systems drastisch reduzieren.


Konkurrenz-Startup beginnt mit Fahrten auf der Teststrecke in Las Vegas

Dies könnte von entscheidender Bedeutung sein. Denn beispielsweise bei der deutschen Magnetschwebebahn Transrapid waren es vor allem die hohen Kosten für die Infrastruktur, die den Einsatz in Deutschland verhinderten. Bis heute wird die Technik daher nur in Shanghai genutzt. Unterdessen hat das Startup Hyperloop Technologies auf der vor kurzem eröffneten Teststrecke in Las Vegas bereits mit ersten Geschwindigkeitstests begonnen. Im Rahmen eines zweitägigen Events soll dort ein schienenbasiertes Gefährt auf 643 Stundenkilometer beschleunigen.

Video zum ersten Test von Hyperloop One

Der Versuch findet allerdings noch außerhalb der charakteristischen Röhre statt. Testfahrten in der Röhre mit Geschwindigkeiten von bis zu 1.126 Km/h sind für Ende des Jahres geplant.

Via: Popsci

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1 Kommentar

  1. Achmed Khammas

    17. Mai 2016 at 18:22

    Die Geschichte der Magnetschwebebahnen reicht noch viel weiter zurück: http://www.buch-der-synergie.de/c_neu_html/c_11_12_neu_mobile_prt_11_maglev.htm

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