Kopf-Transplantation - Bald ewiges Leben?
Kopf-Transplantation – Bald ewiges Leben?

Heutzutage können wir Menschen ganze Ohren und Organe züchten und transplantieren, das Gehör und Sehvermögen von Hörgeschädigten und Blinden wiederherstellen und Handprothesen bauen, die der menschlichen Hand schon fast identisch sind. Die Medizin und Technologie ist auf dem richtigen Weg wenn es darum geht, das Leben eines Menschen zu verlängern. Eine Idee, die dies auf radikale Art und Weise tun könnte nennt sich Kopf Transplantation und in der geht es darum einen menschlichen Kopf abzutrennen und ihn an einen jüngeren Körper oder eine Maschine wiederanzubringen. Alles Fiktion? Kopf Transplantationen könnten schon in naher Zukunft zur Realität werden und Menschen das bringen wonach sie sich seit ihrer Existenz sehnen – das ewige Leben.


Neurowissenschaftler bestätigen: Theoretisch heute schon möglich

Wissenschaftler aus Turin haben vor kurzem in der Juni Ausgabe der Surgical Neurology International über die aktuellen Möglichkeiten zur Kopf-Transplantation berichtet. Die Wissenschaftler beschreiben in dem Artikel wie eine Kopf-Transplantation funktionieren könnte und welche Technologie dafür nötig wäre. Es wurde zwar noch nie am Menschen getestet, doch Köpfe sollen heute schon übertragbar sein. Die Italy’s Turin Advanced Neuromodulation Group arbeitet an Methoden die das ewige Leben in Zukunft ermöglichen soll. Die entwickelte Methode nennt sich HEAVEN und steht für Head Anastomosis Venture with Cord Fusion. Der verantwortliche Wissenschaftler und Arzt Dr. Sergio Canavero sagt, dass die Experimente die in den 70er Jahren an Tieren gemacht worden sind nur gescheitert waren, weil die richtige Technik zur Verbindung der Köpfe mit neuen Körpern fehlte. Diese Technologie sei nun gefunden und der Wissenschaftler sei sich sicher, dass in den nächsten Jahren ein revolutionärer Durchbruch auf die Menschheit wartet – die Möglichkeit sich seinen Kopf zu transplantieren und so ein verlängertes, wenn nicht gar ewiges Leben zu erlangen.

Bild zum Thema: Kopf-Transplantation

Die folgende Grafik zeigt, welche Teile eines Kopfes getrennt und wiederverbunden werden müssen, damit eine erfolgreiche Kopf-Transplantation stattfinden kann. Durch eine spezielle Technologie kann dies theoretisch ohne bleibende Schäden schon heute realisiert werden.


Kopf-Transplantation - Skizze
Kopf-Transplantation – Skizze

Quelle

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6 Kommentare

  1. Inspiration

    20. Oktober 2013 at 17:46

    Manche akzeptieren nicht einmal mental den Arm eines Toten und lassen ihn wieder amputieren. Andere wiederum haben kein Problem mit ihrem neuen Gesicht von einem Toten.
    Wegen der hohen Operationskosten wird es eh nicht zur Massendienstleistung.
    Man wird potentielle freiwillige Patienten auswählen können, auch auf ihre mentalen Stärken hin. Vielleicht sogar trainieren. Wie viele sterben mit fittem Kopf, aber kranken Körper?!
    Der Beweis, dass es funktioniert, wird auch zu entsprechenden Nachbetreuungsforschungen führen d.h. zu mentalen und/oder medikamentösen Mitteln.
    Es ist gängige Praxis Menschen in künstliches Koma zu verbringen, bei besonders heilaufwendigen und/oder schmerzvollen Krankheiten. Sicherlich wird dieses Mittel hier auch erste Wahl sein. So kann sich „in Ruhe“ – bis fast in alle Ewigkeit – eine Verbindung herstellen. Über längere Zeiträume gesehen, sorgt der Stoffwechsel dafür, dass Grenzen verwischen …
    Gerne stelle ich mich als männlicher Klonspender zur Verfügung, wenn es eine bereite Leihmutterschaft dafür gibt. Ob es dann eine weibliche oder tierische Eizelle ist, kann mir egal sein. Den aktuellen wirklichen Stand der Wissenschaft kenne ich in dieser Frage nicht.
    Allerdings sollten meine Klone keine hirnbasierende Persönlichkeit haben, was schon im Embryostatus verhindert werden sollte. Diese Krankheit kennt die Natur schon, also kann auch künstlich erzeugt werden. Nichtbenötigte Klone für das Projekt können gern als Organspender verwendet werden.
    Best greetings Inspiration

  2. GeilesFlittchen

    22. Oktober 2013 at 18:23

    Naja so einfach wie es sich hier liest wirds wohl nicht sein. Theoretisch ja. Aber wenn man jetzt mal andere Transplantationsgebiete der modernen Medizin begutachtet, dann dürfte die Ernüchterung schneller kommen.
    Seit Jahren schon werden mitlerweile Lungen transplantiert, sieht man sich allerdings auch nach dieser langjährigen Erfahrung die durchschnittliche 5-Jahres Überlebensrate an (etwa ~50%; und das auch nur unter lebenslanger Einnahme von Massenweise Tabletten/Tag) sieht man, dass eben doch nicht alles so leicht ist wie es erstmal scheint.

    Zumal ja auch der gesundeste Körper nichts nutzt solange alles Hals-aufwärts trotzdem dem natürlichen Alterungsprozess unterliegt .
    Man müsste wenn schon das Gehirn als solches transplantieren können um sozusagen „ewig“ weiterzuleben; und nebenbei erstmal vorher Alterungsprozesse (Demenz etc. ) aufhalten können.

    Die Zeit ist (noch) nicht reif dafür, sonst würde dieser Arzt praktisch an die Sache rangehen, da er dies nicht tut scheint es ihm lediglich darum zu gehen „irgend etwas“ zu publizieren um ins Gespräch zu kommen.
    In der Theorie kann selbst ich schon jetzt zum Mars fliegen, in der Praxis kann ich es allerdings nicht.

  3. Inspiration

    23. Oktober 2013 at 12:20

    @GeilesFlittchen … zum Stichwort Abstossungsreaktionen könnte man als kleinen Gedankenanstoß das Wort „Retterkinder“ nennen. Zum Thema „noch nicht“, den Anstoss „Biostase“.
    Ob man wirklich das ganze(!) Gehirn braucht, werden u.a. die Forschungen am Europäischem „Blue Brain Project“ zeigen. Kontraproduktiv (ich denke immer wieder bewusst so benutzt von den Medien) finde ich das Wort: „Unsterblichkeit!“
    1. Sind wir nicht untötbar und 2. Wollen die Menschen nur den Zeitpunkt des Todes selbst bestimmen können (früher oder später), aber sicherlich nicht unsterblich werden …
    Die mit ein bisschen mehr „Fantadu“ würden sogar differenzieren und darum bitten nur Ihre Erinnerungen gelöscht zu bekommen und danach geht „die Party“ von vorn los.
    Best greetings Inspiration

  4. Eisvogel

    19. März 2014 at 00:25

    Also, denken wir mal praktisch logisch. Ist der Kopf ab, ist auch das Rückenmark durchtrennt. Wäre das kein Problem, dann dürfte es keine querschnittgelähmten Menschen mehr geben. Gibt es aber!

  5. EinmalEins

    18. Juli 2014 at 23:02

    So unvorstellbar es klingt, so einfach wäre es. Bei einer gezielten Durchtrennung der Nervenfasern, wäre die Chance größer die Nervenenden neu zu verbinden, da diese nicht durch einen Unfall zerstört werden, sondern chirurgisch präpariert wären. Die OP wäre eine Frage der Geschwindigkeit – und die ist bekanntlich keine Hexerei. Das Zentralnervensystem kann 3 Minuten ohne Sauerstoff auskommen, zunächst also müsste der Blutkreislauf entsprechend überbrückt werden, danach bliebe mehr Zeit für die einzelnen Nerven. Es ist eine Frage der OP-Technik und der Zuordnung der einzelnen Nervenstränge.

  6. Eisvogel

    1. Dezember 2014 at 00:24

    Bei Genickbruch ist man, meines Wissens, aber schon sofort tot …

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