Noch immer sind 3D-Drucker ein recht neues Phänomen und es ist noch nicht vollständig klar, was man mit den Geräten so alles anstellen kann. Beinahe wöchentlich hört man daher von neuen spannenden Ideen. So berichteten wir vor einiger Zeit davon, dass Haut aus dem 3D-Drucker Tierversuche überflüssig machen könnte. In eine ähnliche Richtung geht das Projekt eines Paares aus dem US-Bundesstaat Maryland. Diese wollen tote Ratten mit Hilfe eines 3D-Druckers herstellen. Was auf den ersten Blick absurd klingt, hat einen ernsten Hintergrund: Die Kopien sollen bei Sezierübungen von Schülern und Studenten eingesetzt werden und so das Leben echter Ratten retten.


© NecropSynth
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Ratten aus dem 3D-Drucker sind humaner und kostengünstiger

Diese Sezierübungen stehen schon seit längerem in der Kritik. Studien haben nachgewiesen, dass die Arbeit am ehemals lebenden Objekt keinen größeren Lernerfolg zur Folge hat als die Übung mit speziellen Nachbauten. Dennoch werden, einer Schätzung der „National Anti-Vivisection Society“ zufolge, jährlich weiterhin zwischen sechs und zwölf Millionen Ratten zu Übungszwecken an Schulen und Universitäten seziert. Die toten Ratten aus dem 3D-Drucker sollen da nun eine Alternative bieten. Als Verkaufsargument wird dabei nicht nur auf den Schutz der Tierleben verwiesen, sondern auch auf deutliche Einspareffekte: Während eine tote Ratte heute zwischen acht und zwölf Dollar kostet, lässt sie sich mit dem 3D-Drucker schon für rund zwei Dollar herstellen.

Auch viele Schüler könnten profitieren

Die beiden Erfinder der neuen Technik, Bart Taylor und Tara Whittle, hoffen so, nicht nur den unnötigen Tod zahlreicher Ratten zu verhindern, sondern auch die Qualität der biologischen Ausbildung an vielen Schulen zu erhöhen. Denn bisher mussten viele Kinder auf die Sezierübungen verzichten, weil ihre Schule die vergleichsweise hohen Kosten scheute. Auch dies könnte sich nun ändern.


Via: Treehugger

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