Dass uns das Internet, je mehr Daten wir im Netz preisgeben, zunehmend angreifbarer und „nackter“ macht, ist nicht erst seit Snowden ein mit Sorge beobachtetes Phänomen. Besonders deutlich macht dies das im 3D-Drucker hergstellte Korsett x.pose der Designer Xuedi Chen and Pedro Oliveira.

Über eine Bluetooth-Verbindung des Korsetts zum Smartphone wird registriert, wieviel Zeit die Userin im Internet verbringt und wieviele Daten sie teilt. Facebook-Junkies und Dauerdaddler aufgepasst: Je mehr Daten im Internet ausgetauscht werden, desto mehr verliert das Korsett an Deckkraft bis es schließlich ganz durchsichtig wird. Auch abhängig vom Ort und der Erreichbarkeit verändert sich die Transparenz.


Der „nackte“ Internet-User

Quasi in Echtzeit wird das Korsett x.pose umso transparenter, desto sorgloser man seine Daten im Netz teilt. Die Designer wollen damit auf das Problem der Massenspeicherung persönlicher Daten aufmerksam machen – auf jeden Fall ein lustiges Geschenk für alle, die dauernd online sind und viele Daten freigeben.

Video: x.pose Korsett wird bei Online-Sucht transparent

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1 Kommentar

  1. Stefan

    13. Juni 2014 at 10:30

    Ich gehe davon aus, dass es die wenigsten von uns sehen wollen, aber ich bin dafür, dass für unsere Politiker Tragepflicht für das Korsett gelten sollte. Vielleicht würden sie so ein besseres Gefühl dafür bekommen, was es heißt, ausspioniert zu werden.

    Eine Entwicklung mit Hintergedanke. Finde ich gut!

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