1972 war das Jahr, in dem die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erstmals ein Spiel auf englischem Boden gewann. Die Torschützen beim 3:1-Sieg in Wembley waren Uli Hoeneß, Günter Netzer und Gerd Müller. Im selben Jahr versuchte die Sowjetunion zudem eine Sonde zur Venus zu schicken – war dabei aber weniger erfolgreich. Schon kurz nach dem Start erwies sich die Mission als Fehlschlag. Das Landungsmodul und die Sonde schafften es nicht den Erdorbit zu verlassen. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Objekt dann zerbrochen ist. Einige Teile verglühten in der Erdatmosphäre, der Rest kreist seitdem um die Erde. Dies wird aber nicht dauerhaft so bleiben. Früher oder später werden auch die restlichen Teile der Venussonde wieder in die Erdatmosphäre eintreten.


Am wahrscheinlichsten ist ein Sturz ins Meer

Im besten Fall verglühen sie dann ebenfalls. Doch sicher ist dies keineswegs. Denn das Landungsmodul wog beim Start nicht nur 495 Kilogramm, sondern wurde auch so konzipiert, dass ein Eintritt in die Atmosphäre unbeschadet überstanden werden kann. In diesem Fall würden zumindest Teile der Kosmos 482 auf die Erde stürzen. Da es sich nicht um einen gezielten Absturz handelt, könnte auch kein Einfluss auf den Absturzort genommen werden. Wer sich allerdings die Weltkarte einmal genauer angeschaut hat, weiß: Schon aus rein mathematischer Sicht ist es am wahrscheinlichsten, dass die Sonde im Fall der Fälle schlicht ins Meer stürzt. Dies war auch bei der chinesischen Raumstation der Fall, die im vergangenen Jahr unkontrolliert abstürzte.

Weltraumschrott wird zu einem immer größeren Problem

Experten schätzen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch zu Schaden kommt, als sehr gering ein. Dennoch weist die Situation auf ein grundlegendes Problem hin: Im Laufe der menschlichen Raumfahrtgeschichte hat sich im Weltall jede Menge Schrott angesammelt. Dieser wird auch nicht von alleine verschwinden, wie das Beispiel der sowjetischen Venussonde aus dem Jahr 1972 zeigt. Allerdings gibt es bereits einige Ideen, wie zumindest größere Teile eingesammelt werden könnten – etwa mit einer Art Harpune oder einem Netz. Grundsätzlich wäre es zudem recht sinnvoll, in Zukunft schlicht weniger Müll zu produzieren. Dies dürfte aber gar nicht so einfach werden, weil sich die Zahl der Satelliten und Sonden in den letzten Jahren massiv erhöht hat.


Via: Standard

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