Young Carers, dieser Begriff ist leider in unserer Gesellschaft noch viel zu wenig bekannt. Lana Rebhan sorgt mit ihren gerade mal 14 Jahren dafür, dass das anders wird und aktiviert zu diesem Zweck unglaubliche Kräfte. Bereits seit einigen Jahren kümmert sie sich neben der Schule um ihren schwer erkrankten Vater und den Familienhaushalt, nebenbei vertritt sie 480.000 Kinder, denen es ähnlich geht.


Vater schwer krank, Mutter rackert sich 6 Tage die Woche ab

In Deutschland gibt es eine Gesetzeslücke, die dringend geschlossen gehört: Familien können bei Erkrankung eines Elternteils nur dann eine Haushaltshilfe erhalten, wenn sich Kinder unter 12 Jahren im Haushalt befinden. Und es gibt noch eine weitere Einschränkung, die für immense Schwierigkeiten sorgt, denn ohne Krankenhausaufenthalt gibt es gar keine Unterstützung. In Lanas Familie ist es der Vater, der unter einer unheilbaren Krankheit leidet und immer schwächer wird. Die Mutter rackert sich sechs Tage die Woche ab, um Mann und Tochter zu ernähren, es bleibt also nur noch das Teenager-Mädchen übrig, um den Laden zu schmeißen. Beinahe einer halben Million Kinder geht es in Deutschland ähnlich, die Minderjährigen kämpfen, leiden – und sie versagen noch dazu oftmals in der Schule. Sie sind dem Stress kaum oder gar nicht gewachsen, der schon so früh auf sie einwirkt.


Irgendwie muss die Politik zu wecken sein!

Lana möchte nicht, dass die Situation so bleibt, wie sie ist. Darum wird das Mädchen aktiv. Sie tritt nun öffentlich für die Rechte der Young Carer ein, schreibt Wohlfahrtsverbände und Krankassen an. Außerdem hat sie bereits mehr als 2000 Politiker zu diesem Thema kontaktiert, um möglichst viele Kräfte für eine Veränderung zu aktivieren. Sie wünscht sich, dass Familien mit Kindern bis 16 Jahre eine Haushaltshilfe bekommen können, auch dann, wenn das kranke Elternteil seine Zeit zum größten Teil daheim verbringt. Außerdem hat Lana im letzten Jahr gemeinsam mit ihrer Mutter die Homepage young-carers.de ins Leben gerufen und sie hält auf öffentlichen Veranstaltungen Reden zu Ihrem Anliegen. Irgendwie müssen die Verantwortlichen doch zu wecken sein!

Quelle: focus.de

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