Mohammed bin Salman dominiert aktuell die Schlagzeilen wie kein anderer Politiker – abgesehen von US-Präsident Donald Trump vielleicht. Erst kürzlich kündigte der saudische Kronprinz an, das größte Solarkraftwerk der Welt errichten zu wollen. Nun schaute er während seiner USA-Reise auch noch auf dem Testgelände von Virgin Hyperloop One vorbei. Dort wurde ihm unter anderem der Prototyp einer Transportkapsel gezeigt, die mit dem Slogan „Saudi 2030“ beschriftet war. Unter diesem Motto versucht der Kronprinz aktuell, die Wirtschaft in Saudi-Arabien zu modernisieren und die Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren. So sollen unter anderem vermehrt Technologieunternehmen angesiedelt werden und gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen. Der Hyperloop könnte in diesem Konzept eine wichtige Rolle spielen.


Die arabische Halbinsel könnte enger vernetzt werden

Denn er besitzt das Potential, die Reisezeiten auf der arabischen Halbinsel massiv zu reduzieren. So benötigt man für die Fahrt mit dem Auto zwischen den beiden größten Städten in Saudi Arabien, Riad und Jedda, mindestens zehn Stunden. Die selbe Strecke könnte in einer Transportkapsel des Hyperloops hingegen in lediglich 76 Minuten zurückgelegt werden. Neben dieser inländischen Verbindung ist zudem auch eine Vernetzung mit den Nachbarstaaten angedacht. So könnte das Hyperloop-Netz beispielsweise auch in die omanische Hauptstadt Maskat und nach Kuwait ausgeweitet werden. Neben Personen können natürlich auch Waren durch die Vakuumröhren geschickt werden – was den wirtschaftlichen Austausch in der Region massiv beleben könnte. Das Interesse des Kronprinzen an der Technologie erscheint also durchaus nachvollziehbar.


Das Geld der Golfsstaaten beschleunigt die Entwicklung

Unklar ist allerdings noch, ob sich die Idee auch tatsächlich realisieren lässt. Bisher existiert nämlich noch kein voll funktionsfähiger Hyperloop. Selbst kleinere Prototypen kamen bisher lediglich auf eine Maximalgeschwindigkeit von 387 Kilometern pro Stunde. Auch viele sicherheitstechnische Aspekte sind noch ungeklärt. So etwa die Frage, wie die Passagiere im Falle eines Brandes evakuiert werden können. Klar ist aber: Durch Geld aus den arabischen Golfsstaaten wird die Umsetzung der Vision in jedem Fall deutlich einfacher. Das gilt allerdings nicht nur für Virgin Hyperloop One. Denn auch die Firma „Hyperloop Transportation Technologies“ arbeitet an der Realisierung des Hyperloops. Dort ist etwa der Bruder des Emirs der Vereinigten Arabischen Emirate an dem Unternehmen beteiligt.

Via: New Atlas

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