Während die Bundesregierung in Deutschland die Weichen für mehr öffentliche WLANs stellen möchte, wurde in Kuba nun das erste öffentliche Gratis-WLAN genehmigt. Anfang Januar haben wir bereits über erste Tests in Kuba berichtet, nun erhielt der Künstler Kcho grünes Licht von der kubanischen Telekommunikationsbehörde. Für das erste kostenlose öffentliche WLAN auf dem Inselstaat, muss Kcho tief in die Tasche greifen. Dennoch kommt dem Künstler die Genehmigung sehr gelegen um sein Vorhaben, den Menschen in Kuba das Internet näher zu bringen, in die Tat umsetzen zu können.


Internet ist auf Kuba sehr teuer

Medienberichten zufolge darf der kubanische Künstler Kcho nun offiziell sein WLAN für die Öffentlichkeit öffnen. Wie die BBC unter der Berufung auf die AP mitteilt, unterhält der Künstler einen ziemlich engen Kontakt mit der Staatsführung. Unweit der Wohnung betreibt Kcho ein Kulturzentrum, welches nun das heimische WLAN anzapft und den Besuchern des Zentrums einen kostenlosen Zugang zum Internet gewährt. Die Übertragungsgeschwindigkeit betrage im Schnitt 2 MBit/s. Knapp 850 Euro (900 US-Dollar) pro Monat muss Kcho, der zu den höchstgehandelten Künstlern Kubas gehört, für den Internetanschluss zahlen.


Internet ist in Kuba sehr teuer. Folglich haben kaum Menschen einen Zugang zum World Wide Web. Das möchte Kcho nun ändern und konnte einen ersten wichtigen Schritt für mehr Konnektivität einleiten. Laut der BBC haben lediglich 5 bis 25 Prozent der Bevölkerung in Kuba Zugriff auf das Internet. In Zukunft könnte sich das jedoch ändern. So kündigte Netflix bereits an sich für Kuba zu öffnen. Dies gab der Konzern bekannt, nachdem der US Präsident Barack Obama im Dezember verlauten lies die knapp 50-jährige Blockade des sozialistischen Nachbarlandes zu beenden.

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