Helikopter sind vielseitig einsetzbare Fluggeräte, in der Luft besitzen sie eine unschlagbare Manövrierfähigkeit. Doch zur Landung benötigen sie einen flachen, geraden Untergrund, der auf Rettungsmissionen und im Kampfeinsatz nicht immer in direkter Nähe zu finden ist: DARPA hat sich dazu etwas einfallen lassen.


Sichere Landung sogar auf schwankenden Schiffen

DARPA hat ein Robotsystem für Helikopter entwickelt, das beinahe auf jeder Art von Gelände eine sichere Landung ermöglicht. Abgeschaut haben die Entwickler ihre Erfindung aus dem Bereich der Robotertechnik, der flexible Unterbau besitzt vier bewegliche Beine, die unabhängig voneinander agieren können. Damit wird eine Landung sowohl auf zerklüftetem als auch auf unebenem Grund möglich, die Roboterbeine tarieren sogar Schwankungen von Schiffen auf hoher See aus. Die Computersteuerung berechnet die exakte Position für jedes einzelne Bein und justiert bei Bewegung des Untergrundes ständig nach. Sensoren an den Beinen liefern die dafür nötigen Informationen. In der Nähe von Atlanta, Georgia (USA) fand nun der erste unbemannte Vorführflug statt, der im Video festgehalten wurde.


Vorführflug im Video

Schadensrisiko bei harten Landungen um 80 % verringert

Die meisten modernen Helikopter landen trotz jahrzehntelanger Entwicklungsarbeiten noch immer auf einfachen Kufen oder Rädern, das neue System von DARPA bedeutet also eine fundamentale Veränderung, die Vieles erleichtert. Denn der Rotor eines Hubschraubers sollte stets waagerecht stehen und nicht zur Seite kippen, sonst droht eine Kollision mit dem Boden oder den an Bord gehenden Passagieren. Darum müssen Helikopterpiloten oftmals ihr Fluggerät während des Be- und Entladens dicht über dem Boden schweben lassen, ohne landen zu können: ein schwieriges und anstrengendes Manöver, das mit dem neuen Robotsystem unnötig wird. Das neue Roboter-Landegestell soll laut DARPA einfach zu installieren sein und nur wenig mehr wiegen als die üblichen Fahrwerke. Gleichzeitig reduziert es das Schadensrisiko bei harten Landungen um 80 Prozent.

Quellen: gizmag.com, DARPA

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