In Thüringen sollen Lehrer in naher Zukunft Schulungen über Diabetes erhalten. So können geschulte Lehrer besser auf Kinder mit Diabetes-Typ-1 einwirken, beziehungsweise reagieren sofern gesundheitliche Ungereimtheiten auftreten. Knapp 300.000 Jugendliche und Kinder unter 18. Jahren leiden in Deutschland an Typ-1-Diabetes. In jedem Jahr kommen tausende Betroffene hinzu.


Einem aktuellen Bericht der Apothekenzeitschrift „Diabetes Ratgeber“ zufolge habe eine Ärztin aus Jena bereits im letzten Jahr eine Petition an den Landtag gerichtet und gefordert, das unbürokratische Diabetes-Schulungen für Lehrer angeboten werden sollten. Die Petition verlief erfolgreich, fand Zustimmung und regte zum Umdenken an. Regelmäßig fühlen sich Lehrer mit Kindern, die an Diabetes Typ 1 leiden, überfordert und haben Angst davor falsch zu reagieren, sollten die Kinder einmal unterzuckern oder gar in ein diabetisches Koma fallen.


Diabeteserkrankungen im Kindesalter nehmen weiter zu

Um für alle Extremsituationen gewappnet zu sein, können Lehrer, die erkrankte Kinder in der Klasse haben, alsbald an Schulungen teilnehmen um alles Wichtige über die Blutzucker-Krankheit zu erfahren. An der Petition nahmen 1.700 Unterstützer teil, was letztlich auch für die Unternehmung spricht. Laut der Deutschen Diabetes-Hilfe erkranken jährlich 2.100 bis 2.300 Kinder unter 14 Jahre an dem Diabetes-Typ-1. Die Ursachen für diese Diabetes-Stufe sind bisher nur teilweise bekannt. Unter anderem können Virusinfektionen aber auch genetische Faktoren eine Rolle spielen. Autoimmunkrankheiten werden als drittes potentielles Feld oftmals angegeben.

Es ist erschreckend, dass Kinder, die auf dem ersten Blick gesund wirken, bereits an Diabetes erkranken können. Je früher die Erkrankung festgestellt wird, desto besser kann man darauf reagieren und diese behandeln. Oftmals bedeutet die Diagnose für noch recht junge Kinder allerdings eine drastische Umstellung der Ernährungs- und auch Lebensweise. Hier gilt es dann, dass die Kinder mit der Erkrankung nicht allein gelassen werden. Die Eltern und, falls vorhanden, auch Geschwisterchen müssen mit einbezogen werden um die Kleinen gemeinsam zu unterstützen. Schulungen für Lehrer sind ein weiterer Schritt, der den Kindern aber auch Eltern eine gewisse Sicherheit vermitteln. Umgekehrt dürften auch die geschulten Lehrer weniger Angst vor überfordernden Situationen haben.

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