Kanadischen und chinesichen Forschern ist es gelungen bösartige Krebszellen in gutartige Zellen zu verwandeln, die den Krebs aktiv bekämpfen. Die Um-Programmierung klingt utopisch, funktionierte jedoch bei Leukämiezellen ziemlich gut. Konkret sorgen spezielle Antikörper für das Umpolen der bösartigen Krebszellen.


Krebsmedikament

Forschern gelingt ein Durchbruch bei der Behandlung von Leukämie

Die Entdeckung des internationalen Forscherteams dürfte einen neuen Meilenstein im Hinblick auf die Bekämpfung von Krebs darstellen. Unabhängig von dem Erfolg, arbeiten Forscher weltweit an ähnlichen Verfahren, Krebszellen umzuprogrammieren. So gelang es Forschern von der Abteilung für Krebsbiologie an der Mayo Clinic Florida und von der Universität Genf jüngst Krebszellen wieder in gesunde Zellen umzuwandeln.


Bei der aktuellen Studie bestückten die Experten auf dem Gebiet der Immunologie Blutkrebszellen mit bestimmten Antikörpern. Daraufhin veränderten sich die Leukämiezellen in Zellen, die weißen Blutkörperchen vom Aufgabenbereich her stark ähneln und in der Folge Krebszellen im Körper angriffen und vernichteten. Somit wird der Krebs auf das Einfachste heruntergebrochen mit den eigenen Waffen geschlagen. Dieses Phänomen konnte jedoch bisher nur bei Blutkrebszellen nicht aber bei Zellen anderer bösartiger Krebsformen beobachtet werden. Im Kern liegt allerdings hier den Forschern zufolge ein vielversprechender Ansatz neue Therapiemöglichkeiten im Kampf gegen Krebs realisieren zu können. Auf lange Sicht wollen die Forscher durch das Umpolen der Krebszellen eine schonendere und auch effizientere Therapieform schaffen, die sogar die Kräfte-raubende und mit vielen Nebenwirkungen verbundene Chemotherapie ersetzt. Die Studie zu den Blutkrebszellen, die in Krebs-Killerzellen umgewandelt wurden, ist im Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America” abgedruckt. Bemerkenswert an diesem Durchbruch ist auch, dass die „Fratricidin“-Antikörper lediglich auf die Tumorzellen wirken und gesunde Knochenmarkszellen außen vor lassen.

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1 Kommentar

  1. Herbert Mollertz

    29. Oktober 2015 at 13:31

    Hoffentlich wird sowas dann auch schnell umgesetzt und in der Therapie angeboten, viele Innovationen brauchen ja leider viel zu lange um sich am Markt durchzusetzen.

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