Selbst in den Harry-Potter-Romanen, wo es an fliegenden Besen und schwebenden Autos nicht mangelt, fährt der Hogwarts-Express ganz normal auf Schienen durch England. Die Idee eines fliegenden Zuges scheint also selbst für die magische Welt etwas zu abwegig gewesen zu sein. Die französische Firma Akka Technologies hat dies aber nicht davon abgehalten, nun tatsächlich ein solches Konzept zu präsentieren. Unter dem Label „Link & Fly“ suchen die Vertreter des Unternehmens aktuell in Asien und Nordamerika nach potentiellen Kunden. In kleinen Dimensionen haben die beteiligten Ingenieure nicht unbedingt gedacht: Der fliegende Zug soll in etwa die Größe eines Airbus A320 besitzen. Pro Flug könnten jeweils rund 160 Passagiere transportiert werden.


Foto: Akka Technologies

Der Zug wird am Flughafen zur Passagierkabine

Diese würden ganz normal an einem Bahnhof einsteigen und auch dort ihren Sitzplatz einnehmen. Anschließend fährt der Zug zum nächst gelegenen Flughafen. Dort müssen die Reisenden dann aber nicht das Verkehrsmittel wechseln, sondern der Zug wird an ein riesiges Modul mit Flügeln und Triebwerken angedockt. Somit dient der Zug während des Flugs gewissermaßen als Passagierkabine des Flugzeugs. Nach der Landung erfolgt der Ablauf schließlich in umgekehrter Reihenfolge: Die Kabine wird vom Rest des Fliegers getrennt und fährt über Schienen die gewünschten Bahnhöfe an. Theoretisch eignet sich das Konzept zudem nicht nur zur Beförderung von Fluggästen, sondern auch zum Warentransport. In diesen Fällen müssen schlicht die Sitze aus dem Zug entfernt werden.

Bisher existiert die Erfindung nur in einem Werbevideo

Für die Passagiere hat das Konzept einen großen Vorteil: Sie sparen sich das zeitaufwendige Prozedere am Flughafen. Denn die Registrierung und der Check-In erfolgen schon während der Zugfahrt zum Flughafen per Augenscan. Ob das Konzept allerdings jemals in die Tat umgesetzt wird, bleibt noch abzuwarten. Bisher ist Akka Technologies fast ausschließlich in Europa aktiv. Es ist daher noch völlig unklar, ob tatsächlich chinesische Investoren und Kunden für das Projekt gewonnen werden können. Zumal der fliegende Zug bisher auch nur in einem Video des Unternehmens existiert. Einen Prototypen oder zumindest ein verkleinertes Modell gibt es hingegen noch nicht. Fairerweise muss man aber sagen, dass dies im Anfangsstadium bei den meisten Erfindungen so war und ist.


Via: Bloomberg

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1 Kommentar

  1. giantpanda

    13. Juli 2018 at 17:00

    Die Firma AKKA Technologies ( gegr. 1984 ) kann kaum als “ Start-up “ bezeichnet werden.

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