Die Cryptowährung Litecoin wurde bereits im Jahr 2011 ins Leben gerufen und gehört damit zu den ältesten ihrer Art. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde die digitale Währung durch den ehemaligen Google-Mitarbeiter Charlie Lee. Als Vorbild diente dabei recht offensichtlich der Bitcoin. Bis heute ähneln sich die beiden Cryptowährungen aus technischer Sicht sehr stark. Allerdings hatten Lee und seine Mitstreiter einige Schwachstellen ausgemacht, die sie mit ihrem eigenen Konzept ausmerzen wollten. Auch der Litecoin hat in den letzten Monaten stark an Wert gewonnen. Die Entwicklung verlief dabei so rasant, dass Lee auf Twitter sogar ausdrücklich darauf hinwies, dass es sich um eine hochspekulative Anlage handelt und in den nächsten Jahren immer wieder auch mit stark fallenden Kursen zu rechnen ist.


Video: Litecoin erklärt und Potential


Das will der Litecoin besser machen als sein Vorbild

Im Wesentlichen störten Lee beim Bitcoin zwei Dinge: Lange Transaktionszeiten und die Tatsache, dass irgendwann nur noch Nutzer mit spezieller Hardware nach neuen Tokens schürfen konnten. Um diese Probleme zu beheben, wurden beim Litecoin die folgenden Maßnahmen umgesetzt:

1. Mehr Blöcke in kürzerer Zeit: Beim Bitcoin dauert es zehn Minuten bis ein neuer Block zur Blockchain hinzugefügt wird und die darin enthaltenen Transaktionen bestätigt werden. Aus Sicht der Litecoin-Gründer dauert dies zu lange. Tatsächlich hat sich unter anderem deshalb ein großer Rückstau bei den Bitcoin-Transaktionen gebildet. Beim Litecoin hingegen soll alle 2,5 Minuten ein neuer Block generiert werden.

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2. Mehr digitale Münzen: Ähnlich wie auch beim Bitcoin wurde die Zahl der Tokens, die im Laufe der Zeit geschürft werden können, im Vorfeld festgelegt. Beim Litecoin handelt es sich um genau 84 Millionen Einheiten. Dies sind in etwa vier Mal so viele wie beim Bitcoin.

3. Mining für alle: Auch beim Litecoin werden die einzelnen Transaktionen mithilfe eines Proof of Work-Algorithmus bestätigt. Währen der Bitcoin hier auf SHA256 setzt, nutzt der Litecoin Scrypt. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass der Algorithmus auf die Nutzung konventioneller Computer optimiert ist. Die Anschaffung spezieller Hardware soll dadurch unsinnig werden – und das Mining so auf möglichst viele Schultern verteilt werden.

Börsen an denen Litecoin gehandelt wird: Hier könnt Ihr Litecoin (LTC) kaufen

So können die Litecoin-Token genutzt werden

Inzwischen hat sich an verschiedenen Börsen bereits ein reger Handel mit den Einheiten der digitalen Währung etabliert. Das Ziel der Macher ist es aber eigentlich, eine neue dezentrale Währung zu etablieren, mit der die Menschen auch in ihrem Alltag bezahlen. In diesem Punkt wird aber ausgerechnet der schwindelerregende Kursanstieg der Währung zum Problem. Denn wie Gründer Lee beklagt, werden die Tokens dadurch als reines Spekulationsobjekt angesehen. Dies ist auch logisch: Wer will heute schon mit einer Währung bezahlen, die im nächsten Monat vielleicht bereits doppelt so viel Wert sein wird? Für Lee ist daher klar: Beim Litecoin ist eine Kurskorrektur nach unten unabdingbar. Er geht davon aus, dass es noch rund fünf Jahre dauern wird, bis sich die Cryptowährung als normales Zahlungsmittel etabliert haben wird. In einigen Shops kann aber bereits heute mit dem Litecoin bezahlt werden.

Die Kursentwicklung des Litecoin Tokens

Obwohl bereits im Jahr 2011 veröffentlicht, gab es die ersten signifikanten Kursausschläge erst knapp zwei Jahre später zu beobachten. Im November 2013 erwähnte schließlich das angesehene Wirtschaftsmagazin „The Economist“ den Litecoin als mögliche Alternative zum Bitcoin. Die Folge war eine erste Kursexplosion: Innerhalb eines Tages verdoppelte sich der Wert der Währung. Mit einem Kurs von knapp über 30 Euro wurde ein Höchststand markiert, der bis in das Jahr 2017 Bestand haben sollte. Im Zuge der allgemeinen Euphorie rund um Altcoins explodierte dann allerdings auch der Kurs des Litecoins und stieg auf mehr als 300 Euro. Es war diese Entwicklung, die Lee zu seiner etwas überraschenden Warnung veranlasste. Inzwischen hat es eine erste Kurskorrektur gegeben, noch immer ist ein Token aber mehr als 200 Euro Wert. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei mehr als elf Milliarden Euro.

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