Rund 1,5 Milliarden Menschen weltweit haben keinen eigenen Stromanschluss und somit logischerweise auch kein elektrisches Licht in den eigenen vier Wänden. Teilweise wird daher auf Kerosinlampen zurückgegriffen. Diese sind aber zum einen umweltschädlich und schaden zum anderen der Gesundheit. Die gemeinnützige Initiative „Liter of Lights“ setzt daher auf eine andere Idee: Sie stattet die betroffenen Dorfbewohner mit dem notwendigen Wissen und Material aus, um alte Plastikflaschen in kleine Solarlampen zu verwandeln. Im Idealfall nutzen die Leute die eingesparten Kerosinkosten dann, um immer mehr Lampen zu kaufen und langfristig das ganze Dorf zu beleuchten. Sauberes elektrisches Licht ist dabei nicht nur eine Frage der Gesundheit, sondern eröffnet auch neue Bildungsmöglichkeiten und verbessert die Sicherheitssituation.


Die ersten Lampen arbeiten noch mit Tageslicht

Die Initiatoren von „Liter of Lights“ gehen dabei in einem zweistufigen Verfahren vor. Zunächst statten sie die Häuser mit alten Plastikflaschen aus, die lediglich mit Wasser und Bleichmittel gefüllt sind. Diese werden dann in die Decke eingebaut, so dass die eine Hälfte herausguckt. Auf diese Weise wird das Licht gebrochen und im ganzen Raum verteilt. Zumindest tagsüber wird dadurch der Einsatz von zusätzlichen Lichtquellen überflüssig. Nach einiger Zeit werden die Bewohner dann gefragt, ob sie die Lampen auch mit Solartechnik ausstatten möchten, um auch nachts Licht zu haben.


Weltweit sind schon 650.000 der Solarlampen im Einsatz

Die Konstruktion der Solarlampen besteht dabei nur aus wenigen und lokal verfügbaren Teilen. Sie ist zudem so einfach gehalten, dass die Leute vor Ort selbst erlernen können, die Lampen zu bauen und zu warten. In einem ersten Schritt bekommen daher vor allem Frauen die benötigten Materialien für zehn Lampen geliehen. Bezahlen können sie diese dann, sobald sie die ersten Solarlampen an andere Dorfbewohner verkauft haben. Insgesamt sind auf diese Weise weltweit bereits mehr als 650.000 der selbst zusammengebauten Solarlampen im Einsatz. Die Basisversion kostet dabei umgerechnet rund drei Dollar. „Liter of Lights“ hat aber auch schon größere Pläne und will bald ganze Straßenzüge beleuchten.

Via: Mashable

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