Vor etwa drei Jahren begann der Vorort Saint-Laurent vor der kanadischen Stadt Montréal, auf den Dächern in dem Ort sogenannte „Green Roofs“, also Dachgarten mit eigenem Bewässerungssystem, zu errichten. Diese Art Gartendächer kühlen und reinigen die Luft und dienen gleichzeitig im Winter als Isolationsschicht. Ein lokaler Supermarkt wollte sich dieser Bewegung anschließen. Heute wächst auf dem Dach des Supermarkts IGA Extra Famille Duchemin auf dem Dach des Gebäudes eigenes Gemüse, das direkt frisch verkauft wird.


Lokaler Anbau in Perfektion

Das Projekt ist ein geniales Beispiel für Local Farming. Auf dem Dach des Supermarkts befindet sich ein etwa 2300 Quadratmeter großer Garten, in dem mehr als 30 unterschiedliche Gemüse angebaut werden – unter anderem Salat, Radieschen, Auberginen, Spinat und Tomaten – und ja, letzteres ist streng genommen kein Gemüse.


Mitbesitzer Richard Duchemin betonte, dass er den Push von Saint-Laurent in Richtung grüner Dächer nicht als Schwierigkeit, sondern als Chance gesehen hat. Nun spart sein Dachgarten nicht nur Energiekosten im Gebäude, sondern versorgt die Kunden auch mit frischen Gemüse mit einem extrem kleinen CO²-Fußabdruck. „People are very interested in buying local. There’s nothing more local than this“, so Duchemin.

Der Garten wird mit Wasser bewässert, dass aus dem Luftentfeuchtungs-System des Supermarkts kommt. Neben dem Gemüseanbau bietet er auch einen Rückzugsort für Vögel, Bienen und andere lokale Fauna.

Duchemin vergleicht seinen Dachgarten mit kleinen Boxen, in denen Supermärkte Kräuter anbauen. „We pushed it further because we know we’re able to sell what we produce here“, erklärt er.

Der Vizepräsident von Sobeys, der Mutterfirma der IGA-Kette, verfolgt die Geschichte des Marktes in Saint-Laurent mit großem Interesse. Wenn das Konzept erfolgreich ist, könnte es bald in Niederlassungen in ganz Kanada zum Einsatz kommen.

via Ottowa Citizen

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