Die nächste UN-Klimakonferenz wird im Dezember in Paris stattfinden. Die Staats- und Regierungschefs werden dort versuchen, gemeinsame Maßnahmen gegen den Klimawandel zu beschließen. Dabei geht es im Wesentlichen darum, den Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Dies dürfte ein hartes Stück Arbeit werden. Denn aktuell gehen Prognosen eher von einem Anstieg um vier Grad aus – sofern keine entschiedenen Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die Organisation „Climate Central“ hat sich nun näher mit dem, aus dem Klimawandel resultierenden, Anstieg der Meeresspiegel beschäftigt. In mehreren Videos wird dabei gezeigt, dass einige Metropolen zukünftig unterhalb des Meeresspiegels liegen könnten.


Der US-Präsident bekäme Meeresblick im Weißen Haus

So steht in London beispielsweise der komplette Trafalgar Square unter Wasser, während in Washington das Kapitol und das Weiße Haus einen direkten Meeresblick besitzen. Dabei handelt es sich natürlich um eine hypothetische Darstellung. Denn die Meeresspiegel steigen ja nicht über Nacht, sondern erst nach und nach. Teilweise sind also Auswirkungen dargestellt, die noch mehrere hundert Jahre entfernt liegen. Zumal die Bewohner der Städte im Zweifel wohl Gegenmaßnahmen ergreifen würden. Dennoch verdeutlichen die Videos über London, Washington, Buenos Aires, Hong Kong und andere Städte doch eines: Es sind nicht nur die kleinen Pazifikinseln, die sich auf einen Anstieg des Meeresspiegels einstellen werden müssen.


Nutzer können eigene Videos ihrer Heimatstädte produzieren

Zur Erstellung der Videos wurden Daten von Google Maps mit Prognosen von Wissenschaftlern der „National Academy of Science“ der Vereinigten Staaten kombiniert. Dabei werden stets zwei Szenarien dargestellt: Ein Anstieg der Durchschnittstemperatur um zwei Grad und um vier Grad – jeweils mit den entsprechenden Auswirkungen auf den Meeresspiegel. Das Projekt ist zudem Open Source basiert. Deutsche Küstenbewohner können sich die Daten also auch herunterladen und ein eigenes Video produzieren. Die Auswirkungen auf Hamburg wurden allerdings bereits per Video dargestellt. Dort träfe es ganze Viertel rund um das Hafengelände.

Via: Treehugger

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