Der Kaffee zum Mitnehmen erfreut sich weltweit einer enormen Beliebtheit. Dies führt allerdings auch zu einem globalen Problem. Denn bisher werden die wenigsten der dabei genutzten Becher umweltgerecht recycelt. In Großbritannien geschieht dies beispielsweise nur mit jedem vierhundertsten der täglich sieben Millionen genutzten Einweg-Kaffeebecher. Stattdessen landen die meisten Becher einfach auf der Müllkippe oder in der Verbrennungsanlage. Für die Umwelt ist dies alles andere als positiv. Dabei können die Kaffeebecher durchaus vollständig recycelt werden. Allerdings nicht, wenn sie in den normalen Müllkreislauf geraten. Stattdessen müssen die Becher separat gesammelt und dann gemeinsam fachgerecht recycelt werden. Bisher ist vielen Verkaufsstellen dieser Aufwand zu hoch. Zuletzt setzte allerdings ein Umdenken in der Branche ein.


Aus den Bechern werden Stifte und Parkbänke

So kündigte die Kette Costa Coffee vor kurzem an, zukünftig bis zu dreißig Millionen Becher jährlich zu recyceln. In London wurde nun zudem ein ambitioniertes Projekt ins Leben gerufen, das schon im April rund 500.000 Kaffeebecher einsammeln und wiederverwerten soll. Dazu arbeitet die Organisation Square Mile mit den Bahnhöfen, verschiedenen Filialketten und größeren Arbeitgebern zusammen. Gemeinsam soll ein dichtes Netz an Sammelstellen geschaffen werden, an denen die Kunden ihre Becher abgeben können. Anschließend werden diese dann fachgerecht recycelt. Aus den alten Kaffeebechern werden dann beispielsweise Stifte oder Parkbänke, die an gemeinnützige Organisationen gespendet werden.


Starbucks experimentiert mit neuen Kaffeebechern

Neben Coste Coffe beteiligen sich bisher beispielsweise auch Pret a Manger und McDonalds sowie 27 andere Unternehmen an der Initiative. Die Idee zu einer solchen gemeinsamen Anstrengung stammt dabei aus Manchester. Dort wurde ein ähnliches Projekt in kleinerem Rahmen bereits realisiert. Einen anderen Ansatz zur Lösung des Problems verfolgt zudem die Kaffeehauskette Starbucks. Dort arbeitet man mit der Firma Frugalpac zusammen und experimentiert mit deutlich einfacher zu recycelnden Bechern. Diese können dann einfach in den normalen Papiermüll gegeben werden und enden dann beispielsweise als Zeitungspapier. Eine separate Sammlung wäre dann nicht mehr notwendig. Aktivisten in Großbritannien und anderen Ländern fordern zudem bereits seit längerem, die Einweg-Kaffeebecher mit einer Gebühr zu belegen – ähnlich wie dies auch bei Plastiktüten der Fall ist.

Via: The Guardian

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