Die Firma Cleveron besitzt bereits eine gewisse Erfahrung bei der Zustellung von Online-Bestellungen. So betreibt das Unternehmen unter anderem die Stationen für Selbstabholer in den Filialen von Walmart. Deutlich komplexer ist es allerdings, die einzelnen Bestellungen tatsächlich bis zum Kunden nach Hause zu bringen. In der Logistik spricht man in diesem Zusammenhang von der „letzten Meile“. Genau dafür hat das Unternehmen nun auch eine Lösung entwickelt: Den Lieferroboter Lotte. Dieser sieht aus wie ein futuristisches Auto im Mini-Format und kann vollkommen ohne Fahrer durch die Stadt navigieren. Am Ziel angekommen, nutzt das Fahrzeug schließlich den integrierten Greifarm, um die Bestellung in einer dafür vorgesehenen Box zu platzieren.


Bild: Cleveron (Youtube-Screenshot)

Essen kann bis zu zwei Stunden warm gehalten werden

Auf diese Weise können die Waren auch zugestellt werden, wenn der Kunde nicht zuhause ist. Dies gilt allerdings nur, wenn auch eine der CleverPod genannten Boxen vorhanden ist. Kostenlos verteilt das Unternehmen diese nicht. Vielmehr sollen die Empfangsstationen für 15 Euro im Monat vermietet werden. Dafür verfügen die Geräte aber auch über einige interessante Funktionen. So wird der Kunde auf seinem Mobiltelefon informiert, sobald eine Sendung zugestellt wurde. Bei Essenslieferungen wiederum sorgt der CleverPod dafür, dass die Speisen für rund zwei Stunden warm gehalten werden. Die Frage ist, ob tatsächlich genug Kunden bereit sein werden, regelmäßig Geld für die Empfangsstation zu zahlen. Im Idealfall handelt es sich auf jeden Fall um ein interessantes Geschäftsmodell mit konstanten monatlichen Einnahmen.

Mit Starship Enterprises gibt es bereits einen etablierten Konkurrenten

Getestet werden soll das System ab dem Jahr 2020 in Estland. Zeigen sich dort erste Erfolge, könnten weitere europäische Länder in den Blick genommen werden. Allerdings handelt es sich nicht um den ersten autonomen Lieferroboter auf dem Markt. So hat die finnische Firma Starship Enterprises ebenfalls ein autonomes Fahrzeug für die Warenzustellung auf der letzten Meile entwickelt. Mit Dominos Pizza und Media Markt konnten auch in Deutschland bereits die ersten namhaften Unternehmen als Kunden gewonnen werden. Der Starship-Roboter ist allerdings darauf angewiesen, dass jemand zuhause ist und die Bestellung aus der integrierten Lieferbox herausnimmt. Diese Problematik will Cleveron durch den Roboterarm und die firmeneigenen Zustellboxen besser lösen.


Via: Futurism

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