Das 1952 gegründete Unternehmen Lotus besitzt bei Automobilfans einen hervorragenden Ruf. Unter anderem konnte das Unternehmen siebenmal die Konstrukteursmeisterschaft in der Formel 1 für sich entscheiden. Sechs Fahrer wurden in einem Lotus zudem Weltmeister. 1994 folgte allerdings das Ende in der Formel 1: Das Team wurde aufgrund von Zahlungsunfähigkeit aufgelöst. Dem Mutterkonzern erging es in den Folgejahren nicht viel besser. Zahlreiche Pleiten prägten die Unternehmensgeschichte im 21. Jahrhundert. Inzwischen hat der chinesische Konzern Geely die Mehrheit an Lotus übernommen und große Investitionen angekündigt. Die finanziellen Mittel sollte der Konzern haben: Geely hat in der Vergangenheit unter anderem die schwedische Traditionsmarke Volvo wiederbelebt und besitzt rund zehn Prozent der Anteile am deutschen Daimler-Konzern.


Bild: Lotus

Das Auto ist vergleichsweise leicht und daher effizient

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Lotus nun mit einem Paukenschlag in der Öffentlichkeit zurückmeldet. Denn der nun vorgestellte Lotus Evija – was in etwa so viel bedeutet wie „der erste Lotus seiner Art“ – kann mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. So sorgen die insgesamt vier Elektromotoren für eine Leistungsfähigkeit von 2.000 PS. Innerhalb von nur drei Sekunden kann der Fahrer aus dem Stand auf einhundert Stundenkilometer beschleunigen. Möglich ist dies auch, weil das Fahrzeug trotz der integrierten Batterien lediglich knapp 1,7 Tonnen wiegt. Der Trick: Ein ultra leichtes Kohlefaser-Monocoque als Basis. Dies bringt auch bei der Reichweite Vorteile mit sich. Diese wird vom Hersteller mit 400 Kilometern angegeben. Dafür ist die Höchstgeschwindigkeit allerdings auch auf 340 Stundenkilometer begrenzt.

Die Käufer sollten etwas Geld übrig haben

Theoretisch könnte der Wagen zwar auch schneller fahren. Das aber würde eine zu hohe Belastung für die Akkus darstellen. Diese lassen sich unter optimalen Bedingungen innerhalb von neun Minuten voll aufladen. Bei den aktuell zur Verfügung stehenden Ladesäulen dürfte es hingegen rund zwanzig Minuten dauern. Wer sich eines der Hypercars von Lotus zulegen möchte, sollte allerdings über tiefe Taschen verfügen. Denn der Preis wird aktuell mit rund 2,2 Millionen Euro angegeben. Um auf die Liste der Vorbesteller gesetzt zu werden, wird zudem eine Anzahlung in Höhe von 250.000 Pfund fällig. Dafür wird den Käufern aber auch eine gewisse Exklusivität zugesichert: Insgesamt sollen nur 130 Exemplare des Lotus Evija gebaut werden. Geld verdienen möchte der Autobauer hingegen mit einem SUV und einem sportlichen GT. Dafür wird in den nächsten Monaten die Produktionskapazität des Werks im britischen Hethel stark erhöht. Außerdem sollen zahlreiche neue Ingenieure eingestellt werden. Langfristiges Ziel ist es, dem deutschen Autobauer Porsche Konkurrenz zu machen.


Via: Engadget

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