Ganze 8000 Euro soll das Elektroauto LSEV – steht für Low Speed Electric Vehicle – kosten. Entwickelt wurde es von XEV, einem Jungunternehmen aus Turin, und dem chinesischen Polymaker-Konzern. Letzterer hat den günstigen Preis erst möglich gemacht. Der Spezialist für 3D-Drucker produziert die weitaus meisten Bauteile mit Hilfe seiner Drucker. Rohmaterial ist der Kunststoff PLA (Polylactide), der aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird.


Aus mehr als 2000 Bauteilen werden 57

Während ein vergleichbares Auto, das auf herkömmliche Art produziert wird, aus mehr als 2000 Bauteilen zusammengefügt werden müsste, hat das italienisch-chinesische Team es geschafft, die Zahl der benötigten Bauteile auf 57 zu reduzieren. Entsprechend geringer ist der Montageaufwand, was sich direkt auf die Herstellungskosten auswirkt. Die gesamte Karosserie kommt aus dem Drucker, dazu noch Teile der Inneneinrichtung. Lediglich Fahrwerk, Scheiben, Räder und Sitze sind konventionell hergestellt. Nach Angaben von Guo Xiaozheng, Seniordesigner von XEV, lassen sich so die Herstellungskosten um mehr als 70 Prozent senken. Hier spielt auch die Entwicklungszeit eine Rolle. Sie lag bei weniger als zwölf Monaten. Normalerweise dauert es drei bis fünf Jahre, ehe ein neu konstruiertes Auto in Serie geht.


Leichtgewicht mit 450 Kilogramm

Die Verwendung von biologisch abbaubarem Kunststoff und die 3D-Drucktechnik haben dafür gesorgt, dass das kleine Fahrzeug nur 450 Kilogramm wiegt. Das wirkt sich direkt auf die Reichweite aus, die mit 150 Kilometern angegeben wird. Die Höchstgeschwindigkeit des LSEV liegt bei 70 Kilometern pro Stunde.

Laut XEV liegen bereits 7000 Vorbestellungen vor, viele davon von der italienischen Post. Die meisten allerdings aus China. Hier soll das kleine Elektroauto auch in Serie produziert werden. Ende diesen Jahres geht es los, voraussichtlich in Schanghai. China ist aktuell der mit Abstand größte Markt für Elektroautos. 2017 waren es 777.000 Hybrid- und reine Elektrofahrzeuge.

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3 Kommentare

  1. horst

    30. Mai 2018 at 16:19

    Nachwachsender Kunststoff? Wie bitte?

  2. Alexander Trisko

    30. Mai 2018 at 18:58

    Steht da nirgends. Die Rede ist von Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen – im Gegensatz zu Kunststoff aus Erdöl.

  3. horst

    31. Mai 2018 at 07:55

    richtig, war ein Verleser meinerseits und trotzdem ist nachwachsender Rohstoff eine bemerkenswerte Tatsache. Setz einfach das Wort Super hinter mein erstes Post und dann verstehst Du das. Der naechste Artikel ueber das Thema kann durchaus eine populaere Abhandlung von Polylactide sein, oder wenn Du dazu auch was zu sagen hast, kannst Du es ja gleich hier absetzen.

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