Schätzungen zufolge gibt es in den Niederlanden bis zu 18 Millionen Fahrräder. Die meisten Städte haben daher bereits reagiert und eine entsprechende Infrastruktur mit Fahrradwegen und Stellplätzen aufgebaut. Die Niederlande gelten daher als eines der radfahrerfreundlichsten Länder der Welt. Die Begeisterung fürs Radfahren ist dabei so groß, dass es immer wieder zu einem Problem kommt, das eigentlich eher Autofahrern bekannt ist: Es gibt zu wenig Parkmöglichkeiten. Die Stadt Amsterdam beispielsweise hat offiziell eingeräumt, zu wenige Fahrradstellplätze zu besitzen. In Utrecht wiederum setzen die Behörden auf moderne Technik, um das Problem zu lösen: Es wurde ein Parkleitsystem für Radfahrer installiert.


Ein Algorithmus erkennt freie Stellplätze

Dabei kommen Kameras zum Einsatz, die laufend Bilder von den Stellflächen machen. Diese werden dann auf einen zentralen Server übertragen. Dort kommt dann das eigentliche Herzstück der Technik zum Einsatz: Ein Algorithmus berechnet, wie viele Stellplätze noch frei sind. Diese Daten werden dann genutzt, um die Radfahrer zum nächsten Stellplatz zu leiten. Die Installationskosten eines solchen Systems sind dabei vergleichsweise niedrig, weil die aufwendige Arbeit zentral und automatisch erfolgt. So müssen keine Modifikationen an den Stellplätzen selbst vorgenommen werden. Die anzubringenden Kameras wiederum sind handelsübliche Exemplare und müssen nicht aufwendig aufgerüstet werden.


Städte bekommen einen Überblock über die tatsächliche Nutzung

Das System bietet für Radfahrer einen recht offensichtlichen Vorteil: Diese müssen nicht mehr aufwendig nach einem sicheren Stellplatz suchen. Zumal die niederländischen Behörden regelmäßig falsch geparkte Räder entfernen. Auch die Städte profitieren aber von dem Parkleitsystem. Denn so bekommen sie einen genauen Überblick darüber, wann und wie oft die vorhandenen Stellplätze genutzt werden. Anhand dieser Daten kann dann entschieden werden, ob zusätzlicher Bedarf vorhanden ist. Das Projekt in Utrecht jedenfalls läuft derart erfolgreich, dass bereits zahlreiche andere Städte Interesse an der Installation eines solchen Systems gezeigt haben.

Via: The Next Web

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