Es mangelt aktuell nicht gerade an Startups, die neue Formen des Luftverkehrs etablieren wollen. So arbeitet das Münchener Startup Lilium Aviation an einem autonom fliegenden Elektro-Taxi – und wird dabei unter anderem von Frank Thelen unterstützt. Dies bringt allerdings einiges an Entwicklungsarbeit mit sich. Denn es müssen komplett neue Flugobjekte konstruiert werden, die dann auch noch die Genehmigung der Behörden benötigen. Das kalifornische Unternehmen Skyrise verfolgt daher einen etwas anderen Ansatz. Die Ingenieure dort statten bereits existierende Helikopter mit neuen Fähigkeiten aus. So stellte die Firma im vergangenen Jahr ein neu entwickeltes Assistenzsystem für Hubschrauber vor. Dadurch sollten unter anderem Rettungsflüge erleichtert – und damit beschleunigt – werden.


Bild: Skyrise

Langfristiges Ziel ist eine eigene Flotte

Inzwischen ist das Startup sogar noch einen Schritt weiter gegangen. So wurde ein bereits von den US-Luftfahrtbehörden zugelassener Robinson R-44 Helikopter mit einem autonomen Steuerungssystem ausgestattet. Integrierte Sensoren erfassen dabei alle relevanten Daten und legen so die Grundlage für den autonomen Flug. Während des ersten Testflugs befanden sich aus rechtlichen Gründen allerdings noch zwei Piloten mit an Bord. Doch diese mussten nicht eingreifen. Dieser Erfolg soll allerdings keineswegs das Ende der Entwicklung sein. Vielmehr hat Skyrise-Chef Mark Groden noch große Pläne: „Skyrise hat das Ziel, eine ganze Flotte an Flugobjekten mit unserer Technologie zu betreiben.“ Letztlich unterscheidet sich das Ziel der Firma also nicht groß von den Plänen der vielen anderen Flug-Startups: Es soll mehr Menschen ermöglicht werden, auch kürzere Strecken durch die Luft zu fliegen.

Einige Probleme können nicht gelöst werden

Dementsprechend groß sind auch die Ankündigungen des Startups: So sollen die Flüge so günstig sein wie eine Busfahrt und so sicher wie die Nutzung eines Aufzugs. Zunächst allerdings sind noch einige Testflüge nötig, um diese Behauptungen mit Daten zu unterfüttern. Hinzu kommt: Einige der schon heute bekannten Probleme von Helikoptern können auch durch die autonome Technologie nicht gelöst werden. So stellen die Motoren und Rotoren eine nicht unerhebliche Lärmbelästigung dar. In vielen Wohngebieten ist die Nutzung daher nur eingeschränkt möglich. Elektrische Flug-Taxis hingegen sind vergleichsweise leise. Ausreichend Expertise scheint bei Skyrise aber vorhanden zu sein: Die rund 40 Mitarbeiter arbeiteten zuvor unter anderem bei Airbus, Boeing, Tesla, Ford und JetBlue.


Via: C-Net

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